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Woche 1 23.04. - 27.04. - Don't stop

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Woche 1 23.04. - 27.04.

Motorrad-Reisen > München Bangkok 2025 > Berichte
Berichte

Datum: 27.04.2025 Ort: Nis Km: 238 Land: Serbien
Gestern Abend gingen wir noch ein bisschen in die Altstadt und spazierten zur grossen Burg, wo man die Donau von oben bestaunen kann. Anschliessend haben wir es uns (wir waren zu sechst) in einem Restaurant gemütlich gemacht. Jeder hat nach seinen Bedürfnissen etwas gegessen und natürlich durfte das obligate Bier nicht fehlen. Mit vollem Bauch ging es dann wieder zurück ins Hotel. Leider hatte das Restaurant bereits geschlossen, sodass wir auf den Absacker schweren Herzens verzichten mussten. Nun zu heute. Heute «durften» wir etwas später Aufstehen, denn es stand ja nur ein kleiner Hüpfer an. Zumindest für mich, denn ich nahm den direkten Weg nach Nis und alle anderen nahmen den Weg, der unser Guide Willy ebenfalls vorgeschlagen hat, aber anstatt 2 Stunden wäre der 6.5 Stunden mit vielen Kurven und trallala. Angesichts dessen, dass wir noch viele Kilometer vor uns haben und die Kurven dann noch kommen werden, wo wir alle durchmüssen, habe ich mir gesagt, dass ich meine Körner noch etwas sparen möchte und mir dafür Nis, wo ich übrigens noch nie war, ansehen werde. Das habe ich dann auch gemacht. Alle Anderen schwangen sich bereits um 9 Uhr auf den Sattel und ich hab’s ganz langsam angehen lassen. Gegen 9.30 Uhr habe ich langsam mein Stahlesel bereit gemacht, gepackt und die Navigation installiert. Ich fahre eigentlich immer mit zwei Navis. Einmal das Garmin und Organic-Maps auf dem Natel. Das funktioniert eigentlich hervorragend. Um 10 Uhr bin ich dann losgefahren und kam sofort auf die Bahn. Dort hiess es nur noch 133 kmh im Tempomat einzugeben und bis auf ganz wenige male musste ich den nicht mehr rausnehmen. Das Wetter war wieder einmal recht bedeckt und ich konnte keine 10 Kilometer fahren und schon regnete es. Ich sah aber, dass es weiter vorne heller ist und so entschloss ich mich, den Regenanzug nicht zu montieren. Nach etwa 20 Kilometer war dann der ganze Spuk vorbei und die Strassen trockneten zusehend ab. Kurz vor Nis bin ich noch auftanken gegangen, damit ich für morgen bereit bin. Das scheint noch nicht bei allen Tour-Teilnehmern angekommen zu sein, dass man vor Ankunft im Hotel noch auftankt, damit man anderntags nicht die ganze Gruppe aufhält, weil man nicht getankt hat. Nun, ich hoffe, dass das auch noch kommt. Ich habe heute auf der Hinfahrt nach Nis gedacht, dass ich die alte Truppe (Swiss/Austria-Team) von Südamerika ein wenig vermisse, denn wir fuhren alle gleich schnell, haben nach unseren Bedürfnissen Pause gemacht usw.. Es war alles super eingestellt. Im Moment kristallisiert sich noch niemand heraus, wo man dasselbe wie damals machen bzw. fahren konnte. Natürlich, die Tour ist noch jung und ich bin mir sicher, da wird sich schon noch etwas ergeben. Im Moment habe ich das Gefühl, dass noch alle so viel wie möglich machen wollen und Ihnen noch nicht bewusst ist, dass wir noch unzählige Kilometer auf der Strasse sind. Die Kurven werden kommen und die Schotterpisten auch. Ich habe manchmal das Gefühl, dass alle die Autobahnen verpönen, aber dass man ohne die nicht weit kommen wird, ist denen manchmal gar nicht bewusst. Nun noch zu meiner Ankunft. Ich bin kurz nach 12 Uhr in Nis angekommen und hier hat sogar die Sonne geschienen. Nach dem Zimmerbezug habe ich mich aufgemacht und bin in das kleine Städtchen gelaufen. Zuerst habe ich die burgähnliche Stadtmauer angeschaut und bin um den ganzen Park gelaufen. Anschliessend habe ich auf dem Rückweg die Fussgängerzone entdeckt und habe auch die abgelaufen bis zur letzten Querstrasse, wo die ganze Fressmeile ist. Auch die bin ich hin und zurück und beim letzten Restaurant habe ich mich auf die Terrasse gesetzt und habe mir ein Clubsandwich mit Coke Zero genehmigt. Inzwischen war es 16 Uhr bei eitlem Sonnenschein. Als ich im Hotel angekommen bin, war gerade der Erste (Jürgen) der ganzen Truppe an der Reception. Es wäre eine schöne Fahrt gewesen und auch fast ohne Regen, hat er gesagt. Ich sitze jetzt auf meinem Zimmer und mache mein tägliches Ritual und schreibe meinen Tagesbericht. Heute Abend gehen wir sicher irgendwo etwas essen und machen es uns gemütlich. Alles weitere im nächsten Bericht.

Datum: 26.04.2025 Ort: Belgrad Km: 538 Land: Serbien
 
Heute war auch wieder um 6.30 Uhr Tagwach. Nach dem Toiletten-Türck ging es runter zum Frühstück. Etwa die Hälfte der Biker waren bereits beim Frühstücken. Eier und Toast gab es bei mir und schon bald danach war um 7.45 Uhr Briefing. Es gibt heute zum Glück nur eins, ab auf die Autobahn, denn es regnete und zogen deshalb bereits beim Start die Regenkombis an. Pünktlich um 8 Uhr war dann der Start. Ich zog alleine vorneweg und fuhr die unweit entfernte Autobahn an. Der Regen wurde immer heftiger, sodass an die Höchstgeschwindigkeit nicht zu denken war. So ging es etwa 250 Kilometer bis sich dann nach und nach der Regen verzog. Es war beschissen zum Fahren, aber eben, wenn man muss, dann muss es dann halt sein. Noch ein wenig zu gestern Abend. Wir haben uns um 19.30 Uhr unten in der Lobby getroffen und sind mit dem Taxi in die Altstadt gefahren bis zu Drachenbrücke. Dort stiegen wir aus und schlenderten am Fluss entlang in die Altstadt hinein. Es ist wirklich wunderschön. Die Terrassenkaffees wechselten sich zuhauf ab mit kleinen Lädeli und sonstigen Attraktivitäten. An einem recht grossen Imbiss verpflegten wir uns mit Landestypischen Speisen, welche offen grilliert wurden und dann mit einem aufgeschnittenen Fladenbrot serviert wurden. Natürlich durfte das Bier dazu nicht fehlen. Anschliessend sind wir mit dem Taxi zurück ins Hotel und genehmigten uns dort noch einen Absacker. Etwa um 23 Uhr ging ich aufs Zimmer und genoss mein Schönheitsschlaf. Jetzt bin ich um 14 Uhr im Hotel in Belgrad angekommen. Halbwegs wurden meine Sachen wieder trocken. Unterwegs gabs wirklich nicht viel zu sehen, ausser Scheisswetter und so. In Belgrad ist es richtig angenehm warm bei rund 20 Grad und die Sonne lässt sich auch ab und zu blicken. Ich werde sicher noch ein bisschen in die Altstadt gehen und mich dort ein wenig Kundtun. Ich war der Erste im Hotel und konnte das Bike direkt vor den Hoteleingang stellen. Wie der Abend dann war, erzähl ich dann im morgigen Bericht. Bis bald…

Datum: 25.04.2025 Ort: Ljubljana Km: 425 Land: Slovenien
Heute Morgen klingelte mein Wecker bereits um 6.30 Uhr. Aufstehen, Duschen etc. war angesagt. Anschliessend runter zum Frühstück. Die ersten Fahrer waren bereits bei den Töffs und beluden ihre Stahlrösser. Das Frühstück war auch schon geöffnet, wo ich mich wie gewohnt verpflegte. Rührei, wenn man davon sprechen kann, ein Würstli und ein Brötchen mussten für heute reichen. Um 8 Uhr standen fast alle draussen für das Föteli. Einer musste mit seinem Töff zur Reparaturwerkstatt. Seine BMW lief nur noch auf einem Zylinder. Nach dem Foto-Shooting plazierten sich alle auf Ihren Bikes und jetzt konnte es losgehen. Das Wetter war mehr als mau. Dass wir die ganze Strecke ohne Regen fahren können, schien schon beim Start als mehr als unsicher. Unser Guide vorneweg und alle reihten sich in eine Kolonne. In sehr gemächlichem Tempo fuhr unser Guide über Land und alle möglichen Dörfer. Nach etwa zwei Stunden machten wir einen Kaffeehalt. Ich überlegte mir, dass wenn wir weiterhin in diesem Tempo fahren, sind wir um 20 Uhr noch nicht im Hotel, angesichts der noch gut 400 Kilometer. Ich entschloss mich, alleine weiterzufahren. Ich informierte unseren Guide. Er meinte, dass es besser wäre wenn ich zu zweit fahren würde. Das verneinte ich und habe ihm gesagt, dass ich für mich selber verantwortlich bin. Kurz darauf fuhr ich auf und davon. Die ersten (also meine) 70 Kilometer brachten mich in ein Tal und über einen kleinen Pass hinaus. Es war recht kalt. Bei mir zeigte die Anzeige 5 Grad an. Ich war froh, die Regenjacke beim Start angezogen zu haben. Anschliessend gings auf die Bahn erst durch den Felberntauern-Tunnel und dann durch den Karavaken-Tunnel. Um kurz nach 16 Uhr bin ich im Hotel in Ljubljana angekommen. Zwischenhinein musste ich dann die Regenhosen auch noch montieren, denn der Regen kam dann immer stärker auf. In Ljubljana wars dann wieder trocken. Wir gehen dann heute Abend irgendwo etwas essen und Morgen geht es weiter nach Belgrad. All das dann im morgigen Bericht.

Datum: 24.04.2025 Ort: Brunnthal Km: 0 Land: Deutschland
Heute Morgen ging es eher gemächlich los. Um 9 Uhr zum Frühstück und dann ein wenig chillen. Anschliessend noch ins Dorflädeli um Getränke zu kaufen. Und jetzt noch zu gestern Abend. Ich habe vier Begleiter bereits getroffen. Die sind alle beim Tour Operator angestellt. Unter anderem der Tour-Guide und den Besenmann mit dem Besen-Truck. Alle samt sehr nett und ich habe auch mit Ihnen dann im Hotel-Restaurant zu Abend gegessen. Sie hatten natürlich noch einiges zu organisieren und zu besprechen. Nach ein paar Bierchen ging es dann bald in die Haja. Den Tag habe ich sehr gut überstanden. Am Mittag ging ich in das etwa einen Kilometer entfernte Gestüt, wo es ein kleines Restaurant hat, einen Kaffee trinken. Das Wetter zeigt sich von der garstigen Seite. Es hat heute Nacht sehr stark geregnet und das Zelt, welches vom Tour Operator aufgestellt wurde, hat sich dann durch den Sturm auch verabschiedet. Ich habe davon nichts mitbekommen, denn mein Schlaf muss demnach hervorragend gewesen sein. Auf jeden Fall ist das Zelt nicht mehr brauchbar. Gegen den späteren Nachmittag sind dann alle nach und nach eingetrudelt. Um 17 Uhr gabs dann das erste Briefing und jeder musste sich kurz vorstellen. Dann gabs Infos über das Grenzprozedere und da wurde halt gesagt, dass einfach ein «bisschen» Geduld mitbringen muss. Dass habe ich! – und das weiss ich. Anschliessend ging es zum gemeinsamen Abendessen, wo man sich auch ein wenig beschnuppern konnte. Morgen haben wir um 8 Uhr ein kleines Fotoshooting und um 8.30 Uhr geht es dann los. Das Wetter verheisst nichts Gutes. Ich kann mir vorstellen, dass ich gleich bei Beginn das Regen-Dress anziehen werde. Das aber entscheide ich morgen.

Datum: 23.04.2025  Ort: Brunnthal  Km: 244 Land: Deutschland
Heute war es schon ein wenig ein komisches Aufstehen. Im Wissen, dass es zum letzten Mal ist, für die nächsten zwei Monate. Herrliches Wetter zeigte sich heute Morgen. Zwar noch recht kühl am Schatten, aber am späteren Morgen sind die Temperaturen dann sicher angenehm. Erst mal zwei Kaffees mussten sein und schon meldete sich meine Tochter aus Italien (sie lebt dort) und wünschte mir eine schöne Reise. In den letzten Tagen waren viele, welche mir Glück und Gesundheit wünschten und mit einigen gings auch noch zum «Tschau»-Bier. Die letzten Sachen wurden gepackt und nochmals alles durchgeschaut, sodass ich um 10.30 Uhr losfuhr. Nicht weit, denn ich musste mein Bike ja noch tanken. Als auch das vollendet wir fuhr ich dann auf und davon. Zugegeben, der Abschied viel mir nicht leicht und Melanie sagte, dass sie am liebsten mitkommen würde. Nun, das war eigentlich von Anfang an kein Thema, denn die Strapazen wären einfach zu hoch gewesen. Sie vertreibt sich die nächsten zwei Monate die Zeit mit vielen Besuchen, die sie geplant hat und geniesst, wie auch ich, die Alleinsamkeit. Das tut uns beiden gut. Ich kann recht zügig ins Rheintal runter und fuhr ganz nach GPS auf der Route. Bei Kriessern nahm es mich dann weg auf die Österreichische Autobahn und schon bald ich im Pfändertunnel und nach einer kurzen Weile dann auf der deutschen Autobahn. Dort kann man mehrheitlich fahren so schnell man will. Ich stellte mein Tempomat auf 130 ein und fuhr zügig in Richtung München. Der Verkehr war moderat. Etwa in der Hälfte machte ich bei einem MAC einen kurzen Zwischenstopp, um dem Hungergefühl ein wenig entgegenzuwirken. Anschliessend dann nonstop bis nach Brunnthal. Kurz vor Brunnthal noch ein Stop bei einer Tanke, damit ich am Freitag Ready bin. Im Hotel war ich angemeldet und das Bike konnte ich hinter das Haus stellen. Leider hat das Restaurant im Hotel noch nicht offen, sodass ich mich im Dorfladen mit Getränken versorgen musste. Das Brunnthal zeigt sich mir als ein recht verschlafenes Nest. Aber eben, für den Veranstalter ist es recht schwierig eine Unterkunft mit so vielen Einzelzimmer zu bekommen. Dafür habe ich grosses Verständnis. Ich werde heute Abend, wenn das Restaurant offen ist, hier zu Abend essen und dann meinen ersten Bericht laden. Anscheinend sollen schon drei Bike-Fahrer hier sein. Ich lass mich mal überraschen. Alles weitere im morgigen Bericht.

Vorwort
Es ist bald wieder so weit. Die nächste Tour steht an von München nach Dali. Ursprünglich wollte ich die Tour bis nach Bangkok machen aber nach Absprache mit Peter, werden wir zusammen die Länder Thailand, Vietnam, Kambodscha und Laos im nächsten Herbst auf gemieteten Motorrädern machen. Nun zu dieser Tour. Eigentlich habe ich die ganze Tour schon einmal gemacht. Der einzige Unterschied ist, dass man dieses Mal über Kasastan fährt und nicht wie ich damals im Jahr 2017 über Aserbeidschan, Iran und Turkmenistan. Zusätzlich kommt dazu, dass ich mein verpassten «Pamir» auch noch nachholen kann. Es geht auch dieses Mal mit einem Tour-Operator ans Werk. Das heisst ich fahre in einer Gruppe und werde geführt, sodass das Prozedere an den Bordern für mich organisiert wird und die Ausschau nach Übernachtungsmöglichkeiten fallen natürlich auch weg. Das sind natürlich die angenehmen Seiten, wenn man organisiert, unterwegs ist. Die andere Seite ist, dass man die Teilnehmer nicht aussuchen kann und sich dementsprechend anpassen muss. Ich hoffe, dass mir das gelingt, denn ich bin mich mehrheitlich gewohnt, allein unterwegs zu sein. Meine Frau hat mir gesagt, dass es ihr lieber sei, wenn ich organisiert unterwegs bin, als dass ich das wieder Solo machen würde. Ich kann ja froh sein, dass ich die Touren machen kann und sie mich dabei sogar unterstützt. Am 24. April muss ich in München sein, wo das erste Meeting stattfinden wird. Ich werde wahrscheinlich etwa 1 – 2 Tage vorher starten und es ganz gemütlich nehmen.
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