Marokko 2019 - Don't stop

Direkt zum Seiteninhalt

Marokko 2019

Töfflibuebe vo Appäzöll
Berichte

Schlussbericht vom 13. April 2019

Heute mussten wir früh aufstehen, denn wir mussten um 9.30 Uhr in Teba sein und unsere Bikes abgeben. Um 7.30 Uhr waren alle beim Frühstück und alle ein bisschen angespannt, wie die Abgeberei verlaufen wird. Wir hatten nur etwa 40 Kilometer von Ronda bis nach Teba zu bewältigen. Pünktlich kamen wir in Teba an. Wir durften unsere Töfflis nochmals so richtig gebrauchen und kurvten gekonnt um die sonnigen Hügel. Anfangs wars richtig «kurzschwänzig». Zwei Grad zeigte meine Temperatur-Anzeige auf meinem Bike. Zum Glück habe ich die dicken Handschuhe angezogen und nicht nur die Dünnen. Wir stellten unsere Bikes hin und machten uns sofort daran, alles abzuladen. Es verging kaum eine Minute bis Mark mit seinem Van kam und er uns begrüsste. Unsere Koffer hatte er auch bereits dabei und wir konnten alle unsere Habseligkeiten darin verstauen. Anschliessend ging noch der Bürokram los. Ich zeigte Mark alle unsere Quittungen für die bezahlten Hotels und die Überfahrten mit der Fähre. Ohne grosse Diskussionen wurden alle unsere Beträge für gut geheissen. Anschliessend besichtigte er unsere Bikes. Stefans Bike hatte ja von seinen Stürzen einige Schrammen abbekommen. Ohne grosses Tamtam sagte Mark, dass er uns etwa 350 Euro belasten müsste. Das mussten wir als mehr als Fair bezeichnen. Wir hatten so mit etwa 1000 Euro gerechnet. Wir waren wirklich erstaunt wie pragmatisch alles abgewickelt wurde. Mir wurde in Bar die erforderlichen Beträge ausbezahlt und der Handel war abgewickelt. Jederzeit und wirklich jederzeit würden wir wieder die Bikes von Mark übernehmen. Rückblickend hat alles geklappt und die Routen, welche er für uns ausgesucht hatte, waren schlichtweg einfach genial. Zwischenhinein gab es längere Routen und dann wieder kürzere. Abgestimmt auf die Örtlichkeiten wenn noch Besichtigungen anstanden. Die Hotels, die er für uns ausgesucht hatte, waren durchwegs im höheren Segment und entsprachen unseren Vorstellungen. Schlussfazit zu Marks-Bike-Travel, einfach super, genial, jederzeit wieder und noch weitere Superlativen. Anschliessend brachte Mark uns auf den Flughafen von Malaga wo wir uns recht herzlich von Ihm verabschiedeten. Das einchecken am Airport war nur noch reine Formsache. Allerdings hatte unser Flieger etwa eine Stunde Verspätung, welcher sich auch in Zürich auf unsere Ankunftszeit auswirkte. Die Fahrt mit dem Zug um 18 Uhr mussten wir drei im stehen bis nach Gossau über uns ergehen lassen. Etwas muffig sagten wir dies auch den Kondukteuren, die dies als normal bezeichneten und unsere Kritik nicht ganz so ernst nahmen. In Gossau wurden wir von Claudia, Stefans «Fräuli», abgeholt und weitergings schnurstraks zum Sonder (Sepp Kölbener). Dort wartete bereits äm Öfeli sis «Fräuli» und die Killers «Mausi» kam kurze Zeit später auch. Dort wurden wir echt schweizerisch bedient und nahmen uns auch wieder echt schweizerisch ein Cordon-bleu, Geschnetzeltes etc. zu uns. «Humm».  Echt gut hat alles geschmeckt. Unsere «Fräulis» brachten uns dann schön separat wieder in unsere angestammte Heimat nach Hause zurück. Schön war’s und gerne wiedereimal. «Das wärs» und Danke!!!

Bericht 11. April 2019

Heute haben wir den letzten ganzen Tag vor uns gehabt. Um Ronda herum hat es unendlich viele wunderschöne Strassen, die man unmöglich an einem Tag alle durchfahren kann. Wir suchten uns einige aus und waren sehr zufrieden damit. Erst ging es mal ans Meer hinab wo wir einen kurzen Kaffeestopp abhielten. Nach kurzer Beratung ging es dann wieder in die Berge. Unendlich scheinende Strassen mit nie aufhörendem Kurvenreichtum. Das ist ein kurzer Umschrieb dieser Strecken. Man wünscht sich, dass das nie aufhören soll. Irgendwann waren wir dann doch ein wenig Müde und ein kleines Hüngerli hatte sich auch eingestellt. Das Hüngerli stillten wir in einem kleinen Städtchen, etwa 50 Kilometer von Ronda entfernt. Das Wetter war einfach wunderbar. Eitler Sonnenschein, was will man mehr. Die Temperaturen am Meer waren so gegen 21 Grad und in den Bergen zwischen 12 und 15 Grad. Um 17 Uhr sind wir wieder zufrieden ins Hotel zurückgekommen. Heute Abend gehen wir wieder nach Empfehlung zusammen etwas Essen und lassen dann den Tag ausklingen. Morgen müssen wir relativ  auf, damit wir die Bikes in Teba abgeben können und wir noch alles umpacken müssen. Anschliessend werden wir dann wieder an den Flughafen gebracht. Um 13 Uhr geht dann uns Flieger wieder zurück nach Zürich. Wir sind gespannt wie die Abgeberei verläuft. Über das Berichte ich dann im Schlussbericht.

Bericht 8. – 10. April 2019

Nach einer kalten Nacht, trafen wir uns wieder einmal zum Frühstück. Ich hatte die ganze Nacht kalt und hatte das Gefühl, es würde nicht mal unter der Bettdecke warm. Ich musste sogar in der Nacht aufstehen, und mir ein Leibchen anziehen. Auch der Frühstücksraum war kalt, sodass dieses eher kurz ausfiel. Nach dem Packen ging es dann los Richtung Meknes. Dieser Ort gehört auch zu den Königsstätten von Marokko. Die Strecke war etwa 350 Kilometer welche uns durch Dörfer und sanfte Hügellandschaften führte. Das Land in dieser Gegend ist sehr fruchtbar und wir haben viele bestellte Felder gesehen. Meistens ist es Korn was angepflanzt wird. Dazu natürlich immer wieder Schafe und Ziegen, die weideten und von Ihren Hirten behütet wurden. Unser Navi brachte uns schnurstracks vor unser Hotel in Meknes, mitten in der Stadt. Die Bikes konnten wir auf dem öffentlich Parkplatz für eine Gebühr von Fr. 2.50 abstellen, welcher von den «Aufpassern» bewacht wurden. Nach dem Zimmerbezug trafen wir uns etwa eine Stunde später für die Stadtbesichtigung. Wir mussten nur durch ein sogenanntes Stadttor durch und schon waren wir in dem Getümmel. Wir mussten noch einige Dirham wechseln und suchten deshalb einen Bankomaten. Es hat etwa gleich ausgesehen wie in Fez oder Marrakesh. Tausende von Leuten waren auf dem Markt und alle wollten schauen was angeboten und verkauft wird. Nach etwa einer Stunde hatten wir genug von dem Getümmel und gingen in ein kleines Restaurant und schauten dem ganzen Treiben ein bisschen zu. Anschliessend sind wir dann wieder ins Hotel zurück zum Abendessen, welches uns sehr geschmeckt hat. Natürlich fehlten die obligaten Weine und unser Bier nicht. Übrigens der Marokkanische Wein schmeckte uns sehr. Nach dem Abendessen hatten wir unsere nötige Bettschwere und wir zogen uns in unser Gemächer zurück. Anderntags konnte es dann weitergehen nach Asilah an der Küste. Der Ritt war nur etwa 180 Kilometer lang und führte uns auf schönen Strassen durch die Hügellandschaft. Der Norden hier scheint wirklich sehr fruchtbar zu sein. Nirgends hat es vertrocknetes Gras oder sonst kahle Stellen. Da die Strecke relativ kurz war, waren wir auch recht früh in Asilah in unserem Hotel. Nach dem Zimmerbezug ging es runter an den Strand und machten unser obligates Fotoshooting. Nach einem kleinen Marsch Richtung Dorf setzten wir uns in ein kleines Strassenrestaurant und schauten dem Treiben zu. Auf dem Rückweg fanden wir ein kleines Restaurant «La Perle» welches uns für das Abendessen richtig anmachte. Auf etwa 19.30 Uhr machten wir im Hotel wieder ab und schlenderten dann zu diesem besagten Restaurant. Was wir an diesem Abend serviert bekamen, hat das Prädikat hervorragend mehr als verdient. Es wird von einer Irin geleitet und der Service war einfach genial. Ich würde immer wieder dort hin gehen. Mit kleinen Begleiterscheinungen spazierten wir wieder zurück ins Hotel. Am darauffolgenden Morgen hiess es dann von Marokko Abschied zu nehmen. Die 50 Kilometer bis nach Tanger waren ein Katzensprung. Bei schönstem Wetter mussten wir bis um 13 Uhr warten bis unsere Fähre auslief. Dieses Mal hatten wir eine Schnellfähre die uns innerhalb von 40 Minuten ans europäische Ufer nach Tarifa brachte. Die 140 Kilometer bis nach Ronda waren dann noch das Sahnehäubchen. Vor allem von Marbella bis nach Rondo wetzten wir unsere Bikes den Berg hinauf und kamen so gegen 18 Uhr in Ronda an. Etwas erstaunt waren wir, dass keine Zimmer in unserem Hotel El Tajo reserviert waren. Da wir ja selbstständig sind, nahmen wir das halt selber in die Hand und buchten und bezahlten die zwei Nächte. Diese Beträge verlangen wir dann von Mark, unserem Organisator wieder zurück. Am Abend sind wir dann noch in ein kleines Restaurant zum Nachtessen, welches von der Rezeptionistin empfohlen wurde. Die Empfehlung konnte sich sehen lassen und wir freuten uns richtig, wieder einmal europäisch essen zu können. Zum Schluss sind wir dann noch an die Hotel-Bar und haben uns «einen» Absacker genehmigt.
 

Bericht 6. -7. April 2019

 
Am ersten Marrakesh-Morgen haben wir uns um 9 Uhr zum Frühstück verabredet. Das Wetter hat sich auch wieder von seiner besseren Seite gezeigt und unserem Marrakesh-Trip konnte nichts mehr im Wege stehen. An der Reception bestellten wir uns ein Taxi, welches uns die 8 Kilometer sicher ins Getümmel von Marrakesh brachte. Das Mapsme lotste uns direkt auf den grossen Platz, wo viele Gaukler mit Schlangen, Affen, Enten etc. Ihre Aufwartung machten. Dann ging es in das Marktgetümmel. Als erstes kaufte sich auch endlich der «Öfeli» eine Umhänge- oder Seitentasche, damit er wie wir seine sieben Sachen darin sicher verstauen konnte. Nach einer guten Stunde bat uns Stefan, dass wir das legendäre Cafe besuchen sollen, welches im Internet als der Treffpunkt schlechthin bezeichnet wurde. Dort assen wir dann einen kleinen Imbiss und tranken eine Cola. Gestärkt ging es weiter in das Marktgetümmel durch kleine Gässchen die genauso mit Fussgänger, Velos und Mopets genutzt wurden. Manchmal hatte es kaum Platz, um mit denen zu kreuzen. Da verkauften sie Lederwaren, da Lampenschirme, Kräuter, Gewürze usw. Die Liste wäre fast unendlich lange um alles aufzuzählen. So gegen 16 Uhr hatten wir genug gesehen und nahmen wieder ein Taxi zurück ins Hotel. Wir müssen jetzt im Nachhinein sagen, dass es genau richtig war, nicht im Zentrum von Marrakesch das Hotel zu haben. Unser Hotel hatte alles zu bieten. Ein Restaurant, eine Bar, Massage-Möglichkeiten und recht schöne Zimmer. Als wir wieder im Hotel ankamen bestellte Stefan und ich gleich nochmals eine Massage, die wir uns gerne über uns ergehen liessen. Ich glaube die Dame hatte magische Hände! Zum Nachtessen hauten wir uns noch ein schönes Steak rein, dazu servierten sie ein paar Pommes. Natürlich wurde dies wieder von zwei Flaschen Wein begleitet. Wir besprachen noch den nächsten Tag und verschwanden dann bald in unseren Gemächern. Anderntags traffen wir uns wieder beim Frühstück, wo wir mit Eier und Brot bestens verpflegt wurden. Nach dem Packen ging es raus aus Marrakesh Richtung Cascades d’Ouzoud, wo die grössten Wasserfälle Marrokos sein sollen. Der Ritt war nur etwa 180 Kilometer lang. Vorbei an wünderschönen Hügellandschaften und immer im Hintergrund die Schneeberge des Atlas. Über das Wetter durften wir uns auch nicht beklagen, denn die Sonne scheinte so, wie wir uns das gewünscht hatten. In dieser Gegend ist alles sehr grün und die Felder, welche bestellt waren, zeigten ein sehr schönes Bild. Die Strassenverhältnisse waren ausgezeichnet und das, obwohl wir nicht immer auf den Hauptverkehrs-Achsen unterwegs waren. Nach recht kurzer Zeit waren wir dann im Städtchen mit den grossen Wasserfällen. Ein richtiges Turi-Getümmel. Busse und Autoschlangen quälten sich ins Dorf und wir natürlich mit unseren Stahlrösser natürlich auch. Als wir für unsere Bikes einen Parkplatz ergattern konnten stand schon wieder so ein «Lari» mit offener Hand da und verlangte ungefähr einen Euro pro Bike welche wir dann mit einigem Protestverhalten bezahlten. Anschliessend fuhren wir ins Hotel und nach dem Zimmerbezug standen nun die Wasserfälle auf dem Programm. Mit Mapsme bewaffnet fanden wir dann nach einem 20 Minütigem Marsch die Fälle. Na ja, man kann das sich ja mal ansehen, aber aus den Socken hat uns das nicht gehauen. Nach dem Fotoschooting begaben wir uns dann in ein Kaffee und genehmigten uns ein Expresso. Anschliessend machten wir uns auf den Rückmarsch in unser Hotel. Das Nachtessen wird um 19.30 Uhr serviert. Pünktlich waren wir da und merkten blitzschnell, dass wir die einzigen Gäste im Hotel waren. Wir bestellten heute nur eine Flasche roten, denn ich mochte heute nicht viel Wein trinken. Dafür genehmigte ich mir mehr Mineral, damit die anderen Beiden nicht zu kurz kamen. Um 21 Uhr war für uns Bettruhe angesagt, damit wir für Morgen ausgeschlafen sind. Die Einen wären eher noch geblieben aber für mich war heute einfach Schluss für heute. Morgen geht es weiter nach Meknes.

Bericht vom 3. – 5. April 2019

Am Morgen ging es erst Mal zum Frühstück. Wir hatten ja am Abend noch unsere Kameltour vor. Start sei um 17 Uhr. Also hatten wir heute den ganzen Tag Zeit uns hier in Merzouga umzusehen. Gegen Mittag stiegen wir dann auf unsere Feuerstühle und fuhren ins Städtchen. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung nahmen wir in einem Kaffee natürlich ein Expresso. Allgemein sind die Kaffees sehr gut und bei den allgemeinen Halts wenn wir on Tour sind, genehmigen wir uns einen solchen. Kostenpunkt etwa einen Euro pro Kaffee. Stefan ging noch in eine Pharmacy um Tabletten für seine Schulter zu besorgen und ich kaufte noch einen kleinen Rucksack, damit ich für unseren Kamelritt ein Behältnis hatte um das wenige Gepäck dass ich mitnehmen musste, Platz hatte. Anschliessend fuhren wir dann noch bis zum Ende der Strasse etwa 20 Kilometer weit und haben dann festgestellt, dass wir nur noch unweit von der Algerischen Grenze entfernt waren. Die Aussicht war recht imposant. Sand und nochmals Sand. Auf dem Rückweg hielten wir dann bei einem am Strassenrand gelegenen Restaurant und genehmigten uns eine Berberpizza. Die schmeckte allen recht gut. Mit sattem Bauch fuhren wir wieder ins Hotel zurück, denn es war inzwischen 15 Uhr geworden. Dort konnten wir in einem Zimmer unsere Gepäck deponieren und nahmen noch auf der Terrasse ein Bier. Inzwischen war ein Sandsturm gekommen der sich gewaschen hat. Der setzte sich in die allerletzte Ritze fest. Plötzlich ging es sehr schnell ein Kamelführer kam zu uns und sagte, dass wir sofort loslegen müssen, da der Sandsturm noch stärker werden würde. Wir setzten uns in den Jeep, der uns zur Kamelstation brachte. Wir banden unsere Araberschals um und bestiegen unsere Kamele. Etwa 90 Minuten dauerte der Ritt und ich wünschte mir bereits nach 10 Minuten, dass wir bereits da wären. Aber eben, dass waren Wünsche und keine Wirklichkeit. Man konnte die Augen kaum offen halten und als wir im Camp ankamen verkrochen wir uns sofort in unserem Zelt, welches ansonsten sehr luxuriös ausgestattet war. Zwei Stunden später konnten wir dann ins Hauptzelt für das Nachtessen wechseln. Dieses war wiederum sehr gut. Nach unserem reichlichen Wein Konsumationen hatten wir dann die nötige Bettschwere und schliefen bald alle «muurdick». Am Morgen war dann der Sturm vorbei und wir konnten darum einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben. Nach dem Frühstück hatten wir grosses Glück, dass wir mit dem Jeep zurückfahren konnten und uns den Kamelritt ersparen konnten. Derr Jeep-Ritt war sicher genau so imposant wie der Sonnenaufgang am Morgen. Unser Führer musste erst wieder ein neue Piste suchen, da der Sandsturm die Dünen wacker verändert hat, um ins Dorf zurückzukommen. Nach etwa 20 Minuten waren wir dann wieder im Hotel und dort ging es ans Packen und es konnte losgehen Richtung Skoura. Die Strecke war unspekatkulär. Vorbei an Sanddünenlandschaften und recht geraden Strecken. Einen Abzweiger nahmen wir dann noch, um in eine Schlucht hinein zu fahren. Die Fahrt dauerte etwa 15 Minuten, bis wir ans Talende ankamen. Es hat uns nicht aus den Socken gehauen und fuhren deshalb sofort wieder runter, denn etwa 50 Kilometer später soll es nochmals eine sehr schöne Strasse in ein Tal haben. Aber eben, der liebe Regen hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir mussten etwa nach 40 Kilometer bereits den Regenanzug montieren und uns machte es einfach nicht an die spektakuläre Strasse bei heftigem Regen zu befahren. Wir beschlossen, direkt nach Skoura ins Hotel zu fahren. Dort angekommen fuhren wir mit dem Receptionisten ins Dörfchen hinein um uns ein bisschen umzuschauen. Auch das haute uns nicht von den Socken, sodass wir nach einem ausgiebigen Kaffeeklatsch mit dem Receptionisten wieder ins Hotel zurückfuhren. Der Znacht war wiederum recht gut und die zwei Flaschen Wein taten das Übrige dazu, dass wir uns bald wieder in unsere Gemächer zurückzogen. Anderntags trafen wir uns wieder zum Frühstück und nach dem beladen unserer Feuerstühle konnte es losgehen Richtung Marrakesh. Erst ging es wieder recht lange Strecken gerade aus und dann ging es dann wacker aufwärts auf den Col de Tichka auf 2260 Meter über Meer. Brrrrr, das war kalt. Auf meiner Temparatur-Anzeige war nur noch eine blinkende zwei zu erkennen. Wir beschlossen nach dem allerkurzen Fotostopp sofort wieder nach unten zu fahren. Die Strassen waren grössten Teils im Bau. An einem Ort mussten wir etwa einen 30 Minütigen Halt machen, da sie oberhalb der Steilwände, Fels abbrachen und dieser direkt auf die Strasse viel. Wir waren froh als wir unten ankamen und mussten sagen, wenn es hier gerechnet oder geschneit hätte, wäre es ein risikoreicher Ritt gewesen. Als wir in Marakesh im Hotel ankamen, traf uns fast der Schlag. Das Hotel liegt an einer Hauptstrasse und links und rechts wird gebaut. Zuerst sagten wir uns, dass wir hier nicht bleiben werden, denn das Hotel war auch noch etwa 8 Kilometer ausserhalb von Marrakesh. Als wir aber das Hotel von innen besichtigen konnten, mussten wir unsere Meinung revidieren. Alles war sauber und aufgeräumt und auch richtig schön. Unsere Bikes konnten wir in den Innenhof stellen. Stefan und ich haben uns auch noch eine wohltuende Massage gegönnt. Am Abend assen wir wiederum im Hotel beim Chemine-Feuer zu Abend und die legendären zwei Flaschen fanden auch wieder den Weg entlang unserer Halsmuskeln in unsere Mägen. Morgen geht es mit dem Taxi ins Zentrum, wo wir dann vielleicht auch noch einen Führer engagieren werden. Darüber berichte ich dann zu einem späteren Zeitpunkt.
 

Bericht vom 2. April 2019

 

Heute liessen es wir ruhig angehen. Wir machten erst um 8.30 Uhr ab zum Frühstück, denn wir hatten ja nur eine kurze Tour von etwa 160 Kilometer heute vor. Um 10.30 Uhr starteten wir gemütlich nochmals zu dem Canyon zurück, welcher wir gestern bei Regen durchfahren hatten und gar keine Fotos machen wollten oder konnten. Heute war das Wetter viel besser, ja sogar Sonnenschein konnten wir ausmachen. Nach etwa 20 Kilometer waren wir dann wieder in dieser imposanten Schlucht und konnten da die verpassten «Föteli» nachholen. Bei einem Halt konnte ich dann bei einem Steinehändler einen wunderschönen Stein für 20 Euro kaufen. Er schimmert violettblau. Anschliessend sind wir dann direkt wieder nach Errachidia zurück und haben uns auf den Weg in die Wüste nach Merzouga gemacht. Einen kurzen Tankstopp und eine kleine Mittagspause hatten wir uns natürlich auch noch gegönnt. Erst ging es vorbei an Steinwüsten und später am Ziel sind wir dann in der Sandwüste gelandet. De Schach sagte, dass er Sand in dieser Form noch nie erlebt hat und das recht imposant sei. Das Hotel ist direkt an der besagten Sandwüste gelegen. Zum Glück hat sich das Wetter nun auch gebessert. Der erste Tag ohne Regen und nicht mehr Temperaturen, die man nie in Marokko vermutet, sondern viel eher zuhause in der Schweiz. Heute konnte ich erstmals eine Zwanzig auf meiner Töffanzeige lesen und am Ziel in Merzouga hatten wir sage und schreibe 26 Grad bei leichter Bewölkung. Also ideales Bike-Wetter. Morgen machen wir drei eine Kameltour und schlafen in einem Zelt, mitten in der Wüste. Es sind nicht alle so begeistert von diesem Kameltrip aber machen werden wir ihn alle Mal.

Erster Bericht Malaga bis Errachidia (29. März bis 1. April 2019)

 

Wir sind gut gelaunt in Zürich abgeflogen und genauso auch in Malaga gelandet. Wie bestellt hat unser Abholservice geklappt. Nach einer ca. 50 Minütiger Fahrt sind wir dann in Teba angekommen und konnten dort sofort unser Bikes in Empfang nehmen. Das Wetter war nicht strahlend schön aber dafür trocken. Der lästige Wind blies uns heftig um die Ohren. Am Abend gabs dann noch im Dorf einen kleinen Znacht und Mark instruierte uns noch über das Handling der Bikes und gab uns noch einige wertvolle Tips für Marokko, die wir sehr zu schätzen wussten. Nach einer guten Nachtruhe konnte es dann losgehen Richtung Marokko. Erstmal mussten wir den Weg über Ronda nach Algeciras zum Fährhafen nehmen. Tags zuvor konnten die Fähren wegen zu starken Windes nicht fahren, da die Wellen zu hoch waren. Wir hofften aber, dass sie am heutigen Tag fahren und dem war dann auch so. Die Strassen über Ronda nach Algeciras waren wirklich wunderschön. Einzig etwa 30 Kilometer vor dem Fährhafen fing es etwas an zu regnen. Wir mussten aber die Regenanzüge nicht anziehen. De Schach fuhr an der Front, ich an zweiter Stelle und de Öfeli machte wie immer den Schluss. Bei einer Abzweigung setzte der Schach den Blinker und wollte in die neue Strasse einbiegen und «rumps» der Schach küsste den Boden. Wir beide hintenan bremsten auch sofort und halfen Stefan wieder auf die Beine. Gottseidank ist nicht wirklich viel passiert, ausser dass das Bike einige Schrammen davon getragen hat. Es war einfach schnuderhäl. Mit dem wenigen Regen und dem Staub auf der Strasse gab es wie eine Schmierseife auf der Strasse. Wir waren nun gewarnt und passten unsere Fahrt den Gegebenheiten an. Etwa 10 Kilometer später in Algaciras selber kamen wir wiederum auf einen Kreisel zu, Stefan voraus und «rumps», Stefan lag wieder im Kreisel. Dieses Mal ging es nicht mehr ganz so gimpflich ab wie 10 Minuten vorher. De Schach hielt sich seine Schulter und sagte, dass er ein Schlag bekommen hat. Nachdem wir das Bike wieder aufgestellt hatten, sahen wir, dass es jetzt halt noch einige Schrammen mehr bekommen hat. Zum Glück ist er zweimal auf die gleiche Seite gefallen. Nach einiger Zeit hat dann Stefan gesagt, dass es geht und wir jetzt an den Hafen fahren sollen. Wir haben Ihn dann in die Mitte genommen und fuhren im Schleichtempo an den Fährhafen. Dort ging es relativ schnell. Wir kauften uns unsere Tickets für die Überfahrt. Die Fahrt war recht wellig, doch die zwei Stunden gingen recht schnell vorbei. Die Immigration und die Einfuhr der Bikes ging auch recht zackig über die Bühne und wir machten uns auf den Weg nach Chefchaounen. Es waren nur noch etwa 200 Kilometer und es regnete immer leicht. Inzwischen war es fünf Uhr geworden und nach den beiden Vorfällen mit Stefan drosselten wir das Tempo wirklich runter, um wenigstens gesund und wohlbehalten in Chefchaounen anzukommen. Das Navi führte uns aber nur bis ca. 300 Meter vor das Hotel, denn das Hotel war in der Altstadt und man konnte nicht dazu hinfahren. Wie kann man nur so ein Hotel buchen. Scheisse und nochmals Scheisse. Wir konnten dann bei einem bewachten Parkplatz unsere Bikes stehen lassen und trugen unsere sieben Sachen in unser Hotel. Die Zimmer waren recht schön. Inzwischen war es bald 10 Uhr geworden und wir hatten einen Bärenhunger. Auf die Frage beim Receptionisten, ob es auch etwas zu Futtern gäbe, kam die lapidare Antwort, dass wir das hätten vorausbestellen sollen und sie darum nichts haben. Wir bestellten dann über einen Kurier-Dienst alle drei einen Hamburger und assen diesen schön brav weg. Der Fras diente einzig und alleine zu Nahrungsaufnahme, nicht mehr und nicht weniger. Stefan beklagte sich weiterhin mit seiner Schulter, die auch langsam eine bläuliche Verfärbung aufwies. Nun gut, wir begaben uns dann todmüde in unsere Gemächer und schliefen eine Runde. Anderntags trafen wir uns an der Reception zum Frühstück und planten den Tag. Stefan sagte, dass seine Schulter ein wenig besser sei und dass er sicher fahren kann. Wir machten dann uns auf nach Fez. Anfangs war es noch recht angenehm doch auch auf dieser Fahrt kamen wir in den Regen und dass mit Vollschiff. Natürlich zogen wir unsere Anzüge an, sodass eigentlich nur unsere Handschuhe nass wurden. Als wir in Fez angekommen waren konnten wir die Bikes gleich in die Garage stellen. Wir entledigten uns sofort von unseren nassen Kleider und zogen uns um. Mit einen Führer stachen wir dann gleich in die Altstadt, welcher uns an die neuralgischen Punkte führte. Mit dem Taxi ging es dann wieder ins Hotel zurück, wo wir dann auch einen Marokkanischen Znacht serviert bekamen. Naja, Luftsprünge haben wir über die Qualität nicht gemacht, doch der Wein, der dazu serviert wurde war erstaunlich gut. Stefan nahm Weissen und ich und Peter Roten. Übrigens war das Hotel sehr schön und der Gastgeber konnte perfekt «Deutsch». Anderntags sind wir dann recht früh aufgestanden, da wir eine recht lange Etappe nach Errachidia hatten. Bei wunderschönem Wetter fuhren wir in Fez ab und stachen direkt auf die Route über den Atlas. Dort wurde es dann empfindlich kalt und de Schach nahm als Kälteschutz auch noch seinen Regenanzug hervor und zog diesen an. Etwa 100 Kilometer vor Errachidia kamen wir dann halt auch wieder in den Regen, sodass auch der heutige Tag nicht ohne Regen ablief. Das Hotel fanden wir auf anhieb und wurden direkt in unsere Zimmer geführt. Auch dieses Hotel scheint ganz hervorragend zu sein. Bezugnehmend natürlich nur auf die Ausstattung der Zimmer. Wie dann das Essen sein wird, stellt sich dann später heraus. Darüber berichte ich dann im nächsten Bericht. Übrigens die WIFI-Verbindungen klappen hervorragend und über den VPN-Kanal lässt sich wunderbar auch Fernsehschauen.


Weissbad, 27. März 2019

Wir haben gestern noch unseren Schlusshöck bei Killer's abgehalten. Es wurden noch die letzten Details besprochen wie die Fahrt nach Zürich usw. Wir werden nun am Freitag, den 29. März um 10 Uhr abgeholt und nach Gossau gebracht. Von dort fahren wir dann mit dem Zug an den Flughafen Kloten. Um 13.30 Uhr fliegen wir ab nach Malaga. Dort werden wir dann von unserem BMW-Vermieter abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Die Fahrt dauert etwa 50 Minuten. Ich werde während der Reise ab und an einen kleinen Bericht verfassen. Selbstverständlich werden sicher auch einige Fotos Platz haben.

Marokko, wir kommen.



Update vom 15. März 2019
Es geht ja nicht mehr so lange bis zu unserem Marokko-Trip. Vor etwa zwei Wochen habe ich mich bei unserem Motorradvermieter gemeldet um die Stationen, bzw. Hotels zu bekommen. Es dauerte nicht lange und wir hatten die gesamte Liste des ganzen Bike-Trips bekommen. Diese sieht nun wie folgt aus:

29th March   TEBA    La Calera
 
30th March   CHEFCHAOUEN   Dar Meziana
 
31st March   FEZ          Dar Ziryab
 
1st April        ER RACHIDIA   Le Riad
 
2nd April      MERZOUGA     Kasbah Moyahut
 
3rd April       MERZOUGA     Kasbah Moyahut desert camp
 
4th April       SKOURA         Kasbah Ait Ben Moro
 
5 & 6 April   MARRAKESH    Jnane Lleila
 
7th April       CASCADES DOUZOUD   Riad Cascades Douzoud
 
8th April       IFRAN    Rise Inn Valley
 
9th April       ASILAH     Riad Al Alba
 
10,11 April   RONDA   Hotel El Tajo

Dä "Schach" hat sich dann die Mühe gemacht und unsere Route auch noch visuell dargestell.


 

Wir kommen nun am 29. März 2019 auf dem Flughafen in Malaga um 16.10 Uhr mit dem Swiss flug LX2114 an und werden dann von BMW Moto Hire abgeholt. Dann geht es etwa auf einen 50 Minütigen Trip mit dem Auto nach Teba ins angegliederte Hotel La Calera, wo wir unsere erste Nacht verbringen werden. Anderntags schnappen wir dann unsere Bikes und donnern los Richtung Marokko. Wie es dann wird oder ist erfahrt ihr dann auf dieser Seite.


Update vom 7. Februar 2019
Nach unserer ersten Zusammenkunft und der Aufgabenverteilung hatten wir bald wieder einen Grund zusammenzukommen. Erstens mussten wir das Datum festlegen und jeder hatte so seine ersten Angebote im Rucksack. Dä "Schach" hatte die Flüge bereit, dä "Öfeli" die Tour und ich hatte noch keine Motorräder! Es stellte sich heraus, dass das mieten von "GS" in Marokko sich viel schwieriger zeigte als ich von anfang an glaubte. Ja es kam sogar soweit, dass ich die Motorräder nur in Malaga bekommen habe. Nun mussten wir halt alles ein bisschen umplanen. Wir fliegen nun nach Malaga und nehmen dort die Bikes in Empfang. Gleichentags nehmen wir die Fähre nach Marokko und werden dann bereits von der ersten Nacht an in Marokko schlafen. Gleichzeitig hat es sich ergeben, dass die Motorradvermietung in Malaga uns auch eine schöne Tour aufbereitet hat, sodass für uns das alles ganz easy abläuft. Wir gehen davon aus, dass die, welche die Motorräder vermieten, einige Erfahrungen mitbringen und uns für Marokko eine unvergessliche Tour zusammenstellen. Die Flüge sind nun auch gebucht. Wir fliegen nun am 29. März nach Malaga und kommen am 12. April wieder von Malaga aus zurück in die Schweiz. Nach dem festgelegen unserenes Zeitplans mussten wir bei der Bike-Vermietung eine Anzahlung leisten und Anfangs Februar bekamen wir auch die Hotel-Liste, wo wir in Marokke schlafen werden. Wir freuen uns alle schon jetzt auf Marokko und sind gespannt, ob alles so abläuft wie geplant.

Endlich ist es soweit. Nach einer kleinen Umfrage innerhalb unserer Motorradgruppe stellte sich heraus, dass einige davon Anfangs April 2019 für ca. 10 Tage mitkommen werden. Dieses Mal möchte ich es so organisieren, dass alle, die mitkommen werden, ihren Beitrag zur Organisation beisteuern. Einer bucht die Flüge, der Andere ist für die Motorradmiete und wieder der Andere schaut sich die Routen an und bucht die Hotels. Ich bin sicher, dass noch das Eine und das Andere dazukommen wird und wir diese Aufgaben wieder auf alle verteilen. Man kann damit verhindern, dass alles an einer Person hängenbleibt und wenn dann etwas nicht klappt, der die Verantwortung dafür alleine tragen muss. Es war immer mein Bestreben, dass ich so eine Reise mit meinem Motorrad machen möchte. Dieses Mal rechnet sich das einfach nicht. Wir kommen erheblich günstiger, wenn wir in Marakesch die Motorräder für ca. eine Woche mieten. ich habe ein Vermieter gefunden, welcher die ganze Palett an BMW'S im Programm hat, sodass da eigentlich keine Wünsche offen bleiben werden. In der ersten Hälfte September 2018 werden wir das erste Mal zusammenkommen und die Details mit der entsprechenden Aufgaben-Verteilung vornehmen. Dies ist der Stand vom 24. August 2018
Zurück zum Seiteninhalt