Frankreich/Spanien/Portugal 2019 Teil 1 - Don't stop

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Frankreich/Spanien/Portugal 2019 Teil 1

Motorrad-Reisen > Frankreich/Spanien/Portugal 2019 > Berichte
Datum: 26. September 2019 Ort: Torremolinos Kilometer: 0  Land: Spanien

Heute einfach nur Strandtag und sonst gar nichts! Ach ja, wir haben einen kleinen «Schwumm» im Meer gemacht. Ich hatte natürlich etwas länger Zeit benötigt, bis ich endlich mal «drinnen» war. Schätzungsweise hat das Meer noch etwa 24 – 25 Grad und wenn man eben drinn ist, ist es wirklich angenehm. Sonst gibt es nicht viel zum Berichten ausser, dass sich heute German und Claudia aus Argentinien bei uns gemeldet haben. Sie Beide sind von Südafrika, das heisst Claudia erst ab Kenia, bis nach Ägypten mit dem Motorrad hochgefahren und alles an der Westküste entlang. Sie haben vor einigen Tagen Ihr Bike verschifft und sind mit dem Flieger nach Israel geflogen und machen dort ein paar Ferientage bis das Schiff in Ravenna (Italien) am 2. Oktober ankommt. Sie fahren von dort aus dann über Frankreich nach Spanien und wir haben nun abgemacht, dass wir uns in Frankreich, ich schätze so Nizza treffen werden. Wir freuen uns sehr darauf. Im 2015 waren sie bei uns in Appenzell und starteten von dort aus Ihre sogenannte Weltreise auf dem Bike. Sie haben Ihre Reise immer wieder mal unterbrochen und sind nach Argentinien zurückgekehrt. Sie waren jetzt eigentlich in allen Kontinenten. Australien, Afrika, Südostasien, Europa, Russland und Amerika. Eigentlich unglaublich. Da ich selber im nächsten Winter meine Tour von Südafrika aus starten werde bin ich natürlich froh über einige Inputs. Morgen ist wieder Biketag angesagt. Wir werden Granada besuchen und auf dem Rückweg dann durch die Sierra Nevada durchfahren. Das Wetter und die Temperaturen sind sagenhaft. Wenn man den Wetterbricht anschaut, sieht man nur «Sünneli» für die nächsten 10 Tage. Einfach himmlisch. Zum Glück sind wir nicht mehr im Norden, denn dort hat es nur noch Scheisswetter und von der Schweiz gar nicht zu reden.

Datum: 25. September 2019 Ort: Torremolinos Kilometer: 312  Land: Spanien

 
Heute ist wieder Biketag. Nach dem Frühstück schlüpften wir in unsere Sommeranzüge und bestiegen unser Bike. 125 Kilometer sind es bis nach Gibraltar. Im nu spulten wir die Kilometer runter und schon standen wir am Grenzübergang zu Gibraltar. Erst mal ein Anschiss vom Gibraltarischen Zollbeamten. Melanie hat vom Töff auf frisch fröhlich herumfotografiert und das missfiel dem Zollbeamten sehr. Er schickte uns an den Strassenrand und beauftragte eine andere Zollbeamtin, dass sie kontrolliert dass die Fotos gelöscht werden. Melanie wusste nicht, dass man am Zoll nicht fotografieren darf. Jetzt weiss sie es. Mit Mapsme fuhren wir dann zur Luftseilbahn, wo wir unser Bike auf dem dafür vorgesehenen Töffparkplatz abstellen konnten. Dies gratis auch noch dazu. Anschliessend mussten wir mehr als eine Stunde anstehen, denn andere hatten die gleiche Idee wie wir. Mit einer kleinen Luftseilbahn, übrigens aus Schweizer Produktion (Von Roll), welche nur 20 Personen transportiert, fuhren wir auf den Berg von Gibraltar. Die erste Begrüssung waren natürlich die berühmten Affen. Melanie hat gar keine Sympathie gegenüber diesen Kreaturen. Zugegeben, die sind auch sau frech. Sie steigen den Leuten auf den Buckel und machen sich am mitgebrachten Rucksack zu schaffen. Melanie setzte augenblicklich zum Rückzug an. Im Restaurant nahmen wir uns einen Cappuchino und staunten über die Preise. In Spanien kostet so ein Kaffe etwa 1.50 Euro und hier war das 3.50 Pfund! Ich streckte zur Bezahlung eine 10 Euro Note dem Fräulein entgegen, doch die wies meinen Blick auf den Abrechnungszettel wo 10.40 Euro stand. Natürlich rundete ich grossherzig auf 11 Euro auf und schluckte erstmal mein Erstaunen runter. Anschliessend machten wir uns auf den Rückweg mit der Luftseilbahn. Zum Glück mussten wir nicht anstehen und konnten ohne zu warten gleich in die Gondel rein. In 6 Minuten waren wir wieder unten. Wir haben schon bei der Hinfahrt abgemacht, dass wir auf dem schnellsten Weg, also Autobahn, nach Gibraltar fahren und auf der Rückfahrt dann ins Landesinnere fahren werden. So haben wir es dann auch gemacht. Wir sind wirklich überwältigt von den schönen Landschaften hier. Wir konnten vom Bike aus auch ein Baumwollfeld bestaunen. Wir haben beide noch nie ein solches Feld gesehen und sind überrascht, dass das hier angepflanzt wird. Ich war immer der Meinung dass die Baumwollfelder mehrheitlich im Asiatischen Raum angepflanzt wird. Dem ist scheinbar nicht so. Einen kurzen Halt machten wir natürlich auch in Barrida La Modena. Dort bin ich mit der Motorradgruppe aus Davos und mit Stefan und Peter auch schon eingekehrt. Dieses Restaurant wird von vielen Töfffahrern immer gut besucht. Es hat auch heute einige davon gehabt. Anschliessend ging es wieder den Traumstrassen entlang Richtung Torremolino. Die Temperaturen sind heute auch auf grenzwärtige 35, 36 Grad gestiegen. Doch im Sommerhäs war das natürlich erträglich. Als wir im Hotel ankamen gabs nur eins, ab unter die Dusche. Heute Abend machen wir wieder einen Marsch von gut zwei Kilometer, wo wir ein schönes Restaurant entdeckt haben. Mal schauen wies wird. Dass dann im nächsten Bericht. Übrigens, Morgen ist wieder Strandtag angesagt.

Datum: 24. September 2019 Ort: Torremolinos Kilometer: 12  Land: Spanien

 
Heute ist Waschtag! Im Google haben wir eine Loundry gefunden. Mitten in Torremolinos. Nach dem Frühstück haben wir unsere dreckige Wäsche gepackt und haben diese im Motorrad verstaut. Mit Jeans und Turnschuhen sind wir zur entsprechenden Adresse gefahren. Mapsme, Gott sei Dank, gibt es sowass, hat uns Zielsicher an die entsprechende Adresse herangesteuert. Natürlich hat die Wäscheri nicht auf die Killers gewartet, denn dort warteten auch andere schon. Wir mussten eine gute halbe Stunde anstehen, bis eine Maschine frei wurde. Im Kaffee nebenan nahmen wir während der Wartezeit natürlich einen Kaffee zu uns. Nach gut 30 Minuten war die Maschine fertig und wir waren bereit für den Trockner. Auch hier mussten wir einige Minuten warten bis wir dran kamen. Nach 20 Minuten war dieser Spuck auch vorbei und wir machten uns wieder auf zum Hotel. Alles noch fein säuberlich verstauen und noch die Badehöschen anziehen und ab an den Strand. Vom Hotel hat es am Strand einige Liegestühle, welche wir gerne für diesen Tag mieteten. Je 5 Euro schlugen die zu Buche. Endlich konnte ich wieder einmal meine Bericht nachschreiben und war sicher mehr als zwei Stunden am Tippen. Ein Versuch den Text ins Internet zu stellen schlug fehl, da am Strand die Verbindung zum Hotel grottenschlecht war. Das verschob ich dann auf den Abend. Am späteren Nachmittag haben wir uns noch mit einem kleinen Imbiss verpflegt. Am Abend spazierten wir noch gut zwei Kilometer den Strand entlang. Wir haben einen Italiener dort ausgemacht, welcher grandiose Spaghetti auf der Karte hatte. Wir hatten weder Lust auf Fleisch noch auf Fisch, so mussten halt die Spaghetti herhalten. Es war ausgezeichnet und würden nochmals hingehen. Nach dem Rückweg nahmen wir noch einen kleinen Absacker an der Hotelbar und dann ab ins Körbchen. Morgen ist wieder Biketag. Es geht nach Gibraltar.

Datum: 23. September 2019 Ort: Torremolinos Kilometer: 328  Land: Spanien

Heute war natürlich ein spezieller Tag. Ich habe Geburri. Ganze 59 Lenzen sind es jetzt. Mein Telefon bimbelte natürlich bereits um 6 Uhr früh, was ich einfach ignorierte, denn mein Schlaf mochte ich wegen dem Gebimbel nicht unterbrechen. Gegen 9 Uhr sind wir dann aufgestanden und habe die ersten Mails und anderen Benachrichtigungs-Portalen konsultiert und auch beantwortet. Anschliessend ging es in den Frühstückraum. Es hat etwa 6 – 700 Personen in diesem Hotel. Natürlich ist da ein gemütliches Frühstück nicht so gut möglich. Und dennoch hat es alles auf dem Buffet. Frisch und auch ausreichend. Ausser dass man an der Kaffeemaschine anstehen muss, habe ich nichts zu bemängeln. Nach dem Frühstück zogen wir uns um und legten unsere Töff-Klamotten an. Bald schon ging die erste Fahrt in Andalusien los Richtung Ronda. Melanie kam aus dem Staunen kaum wieder raus. Innert kurzer Zeit ist man in den Bergen mit wunderschönen Landschaften. Natürlich fehlte die Strecke von Marbella nach Ronda nicht. Diese ist legendär bei den Bikern. Wunderschöne Kurven die niemals enden wollen. Ich war schon einige Male hier, aber für Melanie wars das erste Mal und ich verstand, dass sie immer wieder OH und AH sagte. In Ronda angekommen waren wir von so vielen Leuten fast erschlagen. Mensch hat das um diese Zeit so viele Leute und dies aus aller Welt. Alle wollen die Brücke sehen und fotografieren. In einem Nebengässchen fanden wir dann einen Parkplatz fürs Bike, sodass wir auch noch einige Fotos machen konnten. Bald schon verliessen wir Ronda wieder. Über kleine Strassen, welche sich unendlich an den Bergen anschmiegten fuhren wir dann wieder gemütlich zurück nach Torremolinos. Unterwegs machten wir noch einen Halt und assen etwas kleines. Als wir im Hotel ankamen beschlossen wir, dass wir heute nicht mehr zu Abend essen gehen, denn wir hatten beide keinen Hunger. Nach einer längeren Dusche gingen wir noch an die Hotelbar und genehmigten uns ausser zwei Weissweinen noch zwei gleiche Rums wie gestern. Beides schmeckte wiederum hervorragend. Melanie beklagte sich nach dem Verzehr recht bald, dass sie jetzt müde sei und ab gings in die Haja. Wir haben jetzt beschlossen, dass wir bis Sonntag hier bleiben werden und in Abwechslung mit Strandtag immer wieder Ausflüge machen. Auf dem Programm stehen noch Granada, Gibraltar und Sevilla. Morgen ist dann auch noch Waschtag. Wir haben in Torremolinos eine Loundry gefunden. Am Mittag wird dann der versprochene Strandtag eingezogen. Wo wir Morgen hinfahren wissen wir noch nicht. Das entscheiden wir dann erst kurz vorher. Alles weitere dann im nächsten Bericht.

Datum: 22. September 2019 Ort: Torremolinos Kilometer: 499  Land: Spanien

Heute sind wir recht zeitig aufgestanden und zum hervorragenden Frühstücksbuffet. Gegen 9 Uhr hatten wir gepackt und unser Bike reisefertig gemacht. Wir haben gestern Abend noch ein Hotel in Torremolinos gebucht, welches uns auf Anhieb gefallen hat. Diese hatte ich dann auf dem Navi eingegeben und fuhren los. Ab auf die Autobahn. Das System in Portugal für die Bezahlung der Autobahngebühren ist haarsträubend. Da wird man Fotografiert bei der Einfahrt und dann in einem Computersystem hinterlegt. Dort werden dann alle Bahnabschnitte zusammengezählt und in Rechnung gestellt. Voraussetzung ist, dass man sich angemeldet hat. Nur, das weiss niemand. Wir sind natürlich saufrech auf die Autobahnen ohne die nötige Anmeldung. Mal schauen was da noch kommt. Wir lassen uns da einfach überraschen. Auf jeden Fall haben wir in recht kurzer Zeit die Grenze zu Spanien erreicht. Den Übergang spürt man kaum. Irgendwann steht auf der Autobahn eine Tafel, dass die Richtlinien für Spanien bekannt gibt. Am späteren Nachmittag kamen wir dann in Torremolinos an und bezogen unser Hotel. Wir waren fast ein bisschen überwältigt von der Grösse dieses Komplexes. Auch waren wir überrascht wie gross unser Zimmer ist. Da hat es im Eingangsbereich eine Polstergruppe mit TV und im Zweiten Zimmer war dann das Schlafgemach. Ein hübscher Balkon fehlt natürlich auch nicht. Nach dem Duschen gingen wir an den Strand und bestaunten auch hier die Grösse und vor allem die Länge. Wir mussten für das Abendessen am Strand bis fast um 20.30 Uhr warten, da erst dann die Restaurants aufgehen. In einem solchen haben wir uns dann mit Fisch und Krappeltieren verköstigt. Zwei Gläser Weisswein durften natürlich auch nicht fehlen. Gegen 22 Uhr sind wir dann wieder ins Hotel zurück getschumpelt und nahmen an der Hotelbar noch einen kleinen Absacker. Was heisst klein? Ich bestellte noch zwei Rum ohne Eis und sonstigem. Mindestens einen Deziliter pro Person. Mit der nötigen Bettschwere gings dann in die Haja.

Datum: 21. September 2019 Ort: Lagos Kilometer: 0  Land: Portugal

Nach dem Frühstück waren wir erstaunt, dass es nicht regnete. Es war zwar recht stark bewölkt aber nicht nass. Wir beschlossen, heute einen «Tschumpeltag» einzulegen. Etwa 4 Kilometer an der Küste hat es einen Leuchtturm und auf dem Weg dazu hat es an der Küste immer wieder kleine Strände, welche unterbrochen werden mit schroffen Klippen. Das ergibt dann ein sagenhaftes und beeindruckendes Bild. Die Temperaturen waren ausgesprochen angenehm so bei 25 Grad. Mein Mapsme hat uns heute einige Male im Seich herum gelotst, sodass wir einige Kilometer falsch gelaufen sind. Der Rückweg gestaltete sich dann problemlos. Auf alle Fälle sind wir dann wohlbehalten wieder ins Städtchen zurückgekehrt. Natürlich mit mehr als 12 Kilometern auf dem Tacho hatten wir dann noch Durst und stillten diesen in einem der schönen Gässchen des Städtchens. Anschliessend war dann wieder Heimmarsch ins Hotel angesagt. Nach einer ausgiebigen Dusche haben wir uns im hoteleigenen Italien-Restaurant verpflegt. Morgen geht es wieder weiter. Nach etwa 150 Kilometer kommt dann die Grenze und dann sind wir wieder in Spanien. Portugal hat uns sehr überrascht mit seiner Vielfältigkeit. Wunderschöne und wirklich wunderschöne Strände. Nicht belagert mit Sonnenschirmen und Liegestühlen. Man fühlte sich zeitweise wie in der Karibik. Was auch sehr beeindruckend war, dass die Strände eine enorme Breite hatten. 150 Meter waren wirklich keine Seltenheit. Unser Fazit über Portugal, «immer wieder»!

Datum: 20. September 2019 Ort: Lagos Kilometer: 0  Land: Portugal

Heute ist Tag des Relaxens. Nach dem Frühstück haben wir erst mal unser Hotel inspiziert. Später ging dann Melanie ins Dorf hinunter zum Haare schneiden und ich bemühte mich erst mal wieder an meinen Laptop zu sitzen und die letzten Tage zu schreiben und die Fotos zu sortieren. Am Nachmittag kam dann das Telefon von Melanie, dass sie fertig sei und wir uns im Dorf auf dem grossen Platzen treffen sollen. Mit Käppli und Sonnenbrille bewaffnet machte ich mich dann auf den Marsch hinunter ins Dorf. Melanie sass mit frischer Kurzhaarfrisur auf einem Bänkli und wartete auf mich. Anschliessend machten zusammen noch einen Rundgang durch das kleine schmucke Städtlein, welches mit kleinen, schmalen Gässchen versehen ist. Beim Chinesen machten wir dann Halt und nahmen gleich auch noch unser Abendessen zu uns. Mal was anderes. An der Hotelbar nahmen wir dann noch ein kleinen Absacker und ab gings in die Haja. Morgen hat er wirklich Regen angesagt. Wir lassen uns aber überraschen wieviel Regen es dann wird.

Datum: 19. September 2019 Ort: Lagos Kilometer: 365  Land: Portugal

Heute war wieder einmal packen angesagt. Das erledigten wir natürlich schon wie aus dem «FF». Wir haben es jetzt ja auch schon einige Male gemacht. Das Wetter war sosolala. Recht starke Bewölkung und dazwischen wieder Sonnenschein. Die ersten gut Hundert Kilometer machten wir auf der Autobahn und sind dann abgebogen ins Landesinnere. Wir haben jetzt fast alle Strassen in Portugal ausprobiert. Von den grossen, also Autobahnen, Hauptstrassen, Nebenstrassen und ganz kleine Strässchen, welche auf unserer Karte nur noch mit einem grauen Strich gekennzeichnet sind und allesamt müssen wir als gut bezeichnen. Das heisst natürlich nicht, dass nicht manchmal ein Riss oder ein kleines Schlagloch kommt, doch das ist wirklich eine Seltenheit. Wir fuhren dann über Land wieder Richtung Küste, denn wir wollten die Klippen einmal sehen. Die sahen wir dann und beeindruckten uns sehr. Schroff ging es hundert Meter steil hinunter und wenn man ganz an die Kante stand wurde es einem mulmig im Magen. So erging es mir jedenfalls und stand dann ein zwei Schritte wieder zurück. Zwischen den schroffen Klippen gab es immer wieder Abschnitte mit Sandstrand. Diese wurden dann belagert von den unzähligen Surfern, welche die Wellen an der Brandung nutzten. Wir bestaunten die Surfer, welcher Aufwand diese auf sich nahmen. Sie mussten die Bretter einen steilen Abhang hinuntertragen um an den richtigen Surferort zu gelangen. Das gleiche gilt dann auch nach dem Surfen, denn dann mussten sie die Bretter wieder hochtragen. Wir sahen einige schweissgebadete Surfer welche oben wieder ankamen. Anschliessend ging es weiter an den Südwestlichsten Zipfel von Portugal nach Sagres. Dort sind wir ebenfalls bis an den äussersten Rand hinausgefahren und bestaunten auch dort die schönen Klippen. Das Wetter war hier unten einfach sagenhaft. Ganz leichte Bewölkung und äusserst angenehme Temperaturen. In einem kleinen Kaffee fragten wir nach WIFI, welches wir sofort bekamen, um unser Hotel auf Booking herauszusuchen. Nach der Konsultation der Wettervorhersage kamen wir zum Schluss, dass wir wieder drei Tage bleiben werden, denn für Samstag hat er Regen angesagt. Dies auf der ganzen Südküste von Portugal und Spanien. Fündig wurden wir dann in Lagos. Das ist eine kleinere Stadt zwischen Sagres und Faro. Der erste Eindruck vom Hotel ist gut und hat alles was man so braucht. Am Abend sind wir dann noch ins Städtchen hineinspaziert und haben beim «Italiener» zu Abend gegessen. Das Essen und der Wein war hervorragend. Übrigens. Der portugiesische Wein ist ausgezeichnet. Wir sind angenehm überrascht, denn aus Portugal kennt man nur den Porto. So ergeht es mir auf jeden Fall. Morgen ist das Wetter auch nur halbpatzig und der Samstag soll dann wirklich verregnet sein, sodass wir uns in diesem Hotel von unseren «Strapazen» erholen können.

Datum: 18. September 2019 Ort: Costa de Caparica Kilometer: 0 Land: Portugal

Heute sind wir zeitiger zum Frühstück, denn um 11 Uhr mussten wir im uns angegeben Busbahnhof befinden. Dort startet für 5 Euro pro Person unser Bus nach Lissabon. Es wurde etwa eine gut 20 Minütige Fahrt. Mitten in Lissabon entstiegen wir dem Bus und lösten sofort ein Ticket für den Hopp-On-Off-Bus. Eigentlich wollten wir erst noch einen Kaffee trinken, doch der Bus war bereits kurz vor seiner Abfahrt, sodass wir darauf verzichten mussten. Schnell haben wir unseren Platz auf der Aussichtsplattform eingenommen. Kaum sassen wir und schon ging es los. Wir sahen eine Menge schöner Bauten und Plätze und nach gut zwei Stunden war der ganze Spuck vorbei. Alles in allem hat uns Porto besser gefallen aber eben, ob man immer objektiv ist kann und will ich nicht beurteilen. Inzwischen war es so gegen drei Uhr Mittags geworden und ein kleines Hüngerli oder Gluscht auf etwas essbarem meldete sich. Auf einem riesigen Platz in einer angrenzender Pizzeria genehmigten wir uns zu zweit eine Pizza und einen Salat. War beides sehr gut. Anschliessend spazierten wir noch ein bisschen in der Fussgängerzone herum. Gegen 16.30 Uhr machten wir uns dann wieder auf zum Bushalteplatz, denn der Bus führt uns um 17 Uhr wieder zurück nach Costa de Caparica. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr starteten wir in Lissabon. Nach einer guten halben Stunde waren wir wieder in unserem Home-Town. Der Bus ist in den Abendverkehr hineingekommen, sodass sich die Rückfahrt ein wenig verlängerte, was uns aber nicht störte. Wir beschlossen heute, dass wir nicht mehr zum Znacht gehen, denn wir haben beide keinen Hunger. Vielleicht wird es noch einen Coupe oder sowas. Mal schauen. Morgen geht es wieder weiter nach Süden an die Algarve. Wo genau das sein wird wissen wir noch nicht. Wir schauen nach dem Wetter und ein Hotel buchen wir erst Vorort. Alles weitere dann im nächsten Bericht.

Datum: 17. September 2019 Ort: Costa de Caparica Kilometer: 0 Land: Portugal
  
Heute haben wir nicht viel gemacht. Erstens hat Melanie einen sehr starken Husten der Ihr sehr zusetzt und zweitens haben wir bereits gestern Abend beschlossen, dass wir erst Morgen, also am 18. September nach Lissabon fahren werden. Wir haben beide seit einigen wenigen Tagen den Anzeichen nach eine kleine Grippe, die uns mehr oder weniger ein bisschen handicapiert. Wir versuchen die jetzt mit einem Ruhetag ein bisschen auszukurieren und hoffen, dass es dann besser geht. Nach dem Frühstück bin ich alleine ein bisschen auf die Pirsch am Strand entlang. Melanie hatte sich nochmals ein bisschen hingelegt und sagte, dass sie mich dann anrufen werde, wenn sie in der Lobby unten sei. Ich machte mich dieses Mal auf die linke Seite des Hotels auf und lief alles am Strand entlang. Nach einer Weile war dann die Strandpromenade zu Ende und ich ging eine Treppe hinunter in den Sand. Nach der Strandpromenade war der Strand mindestens nochmals hundert Meter breiter als vorher und der war schon vorher sehr breit. Wunderschön und die Wassertemperatur konnte ich mit meinen Füssen auch noch testen und musste feststellen, dass diese erheblich wärmer war als noch in Porto oben. Gemäss Anzeige im Hotel hat die Temperatur 21 Grad und das am Atlantik. Die Sonne und das Meer machte das Wandern am Meer richtig zu Spass. Dort wo die Wellen am Strand ankamen war der Sand auch nicht tief, so dass man nicht einsank mit den Füssen. Einige Einheimische sammelten mit einem Plastiksack in der Hand nach Muscheln und anderen Krebstieren, welche sie sicher fürs Mittagessen dann in die Pfanne hauen. Bald schon klingelte das Telefon von Melanie, sodass ich mich auf den Rückweg aufmachte um mich mit Melanie zu treffen. Melanie wünschte sich, dass wir heute am Hotelpool auf den bequemen Sonnenliegen ausbreiten. Natürlich werden solche Wünsche gerne erfüllt. Wir lagen einige Stunden im Schatten am Pool. Abgerundet wurde das Liegen ab und zu mit einem Kaffee oder Coke. Sogar ein Kornet-Glace gabs zwischendurch. Bald schon wurde es Abend. Kurz geduscht und in die Abendklamotten geworfen ging es wieder raus auf die Strandpromenade. Ich wollte Melanie noch zeigen wie schön dass es nach der Promenade noch weiterhin ist. Zufällig trafen wir noch auf Fischer, welche mit zwei Traktoren vom Strand aus Ihre Netze einzogen und konnten dort den frischen Fang bestaunen. Inzwischen war ein recht giftiger Wind aufgezogen und wir waren froh eine Windschildjacke und die langen Hosen angezogen zu haben. Auf dem Rückweg fanden wir dann ein indisches Restaurant und beschlossen heute hier das Abendessen einzunehmen. Melanie bestellte Curry und ich nahm dass Butter-Chicken. Das Butter-Chicken hatte ich in Indien bereits in mein Herz geschlossen. Die Sauce ist einfach himmlisch. Ich würde dieses Gericht jedem einmal empfehlen. Das Gericht hat nichts mit Butter zu tun, denn es wird einfach so genannt. Warum auch immer. Auf jeden Fall war dass Butter-Schicken wiederum sehr gut. Melanie nahm auch immer wieder von meiner Sauce. Nach dem Abendessen gingen wir wieder ins Hotel zurück und genossen unsere Nachtruhe. Melanie hoffte auf eine bessere Nacht als die Letzte. Morgen geht,s definitiv nach Lissabon. Wir lassen uns überraschen.

Datum: 16. September 2019 Ort: Costa de Caprazia Kilometer: 356   Land: Portugal

Heute ging es wieder einmal nach dem Frühstück ans Packen. Wir hatten jetzt 4 Tage Pause gehabt, was uns sehr beliebte. Nun sind wir aber froh, dass es weitergehen kann. Nach einem kurzen Check-out an der Reception ging es hinunter in die Garage wo unser Baby auf uns gewartet hatte. Sie stand immer noch gleich Stramm da, wie ich sie abgestellt hatte. Im nu war unser Vehikel gepackt und unser Navi programmiert. Gemächlich fuhren wir erst durch einige Dörfer und dann ab auf die Bahn. Wiederum fast kein Verkehr und wunderschöne Autobahnen. Mit zwei kurzen Zwischenstopps hatten wir unser Ziel recht bald erreicht und fanden unser Hotel, welches wir für die nächsten drei Tage gebucht hatten auf Anhieb. Das Zimmer sieht wunderschön aus und einen Aussenpool hat es auch. Und was noch ist, wir müssen das erste Mal nicht mehr zum Strand wandern, denn das Hotel ist direkt am Strand. Unser Schritt-Zähler wird halt jetzt ein bisschen darunter leiden, denn wir hatten jetzt täglich zwischen 15 – 18-tausend Schritte gehabt. Aber was solls, man kann ja nicht alles haben. Morgen geht es zur Stadtbesichtigung nach Lissabon, auf welche wir uns recht freuen. Das Abendessen werden wir irgendwo am Strand einnehmen, wo aber wissen wir noch nicht. Dass werde ich im nächsten Bericht kundtun. Bis bald..

Datum: 15. September 2019 Ort: Vila do conda Kilometer: 0   Land: Portugal

 Nach dem Frühstück holten wir letzten Instruktionen an der Reception für die Metrofahrt nach Porto ab. Mit dem Mapsme fanden wir die Haltestelle auf Anhieb. Nach der gut 40ig Minütigen Fahrt fanden wir uns mitten in Porto wieder. Genauso haben wir uns das vorgestellt. Nach einem kurzen Walk befanden wir uns auf einem riesigen Platz wo wir die Hopp-On-Off-Büsse entdeckten. Es gab rote, blaue und gelbe. In einem Turi-Häuschen kauften wir uns zwei Tickets für den gelben Bus. Nachdem wir eingestiegen waren, ging es auch schon los. In unseren Kopfhörern erklärte anfangs eine Portugiesin was wir sehen. Im nu haben wir einen Schalter gefunden, welchen wir auf Deutsch umstellen konnten. Nun waren wir auch analog Online und verstanden alles. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden und waren wie im nu um. Der Bus führte uns zu allen sehenswerten Stationen. Wir waren wirklich beeindruckt. Nach der Fahrt machten wir uns noch ein bisschen zu Fuss auf die Pirsch. An einer Kaffeeecke machten wir noch einen Halt und genehmigten uns eine Krapfenspezialität aus Porto. Diese wurde abgerundet mit einem weissen Porto. Anschliessend machten wir uns wieder auf zur Bahnstation für die Metro nach Vila do Conda. Gekonnt, so glaubten wie jedenfalls, drückten wir die Tasten und bezahlten am Automaten direkt mit Bargeld. Schwups wurde das Ticket ausgeworfen. Auf der Rückfahrt kam ein Kontrolleur, auf der Hinfahrt kam keiner, und verlangte das Ticket. Wir hatten nur eines aber wir haben für zwei bezahlt und das konnte man sehen. Er machte uns darauf aufmerksam, dass wir eigentlich zwei einzelne Tickets hätten beziehen müssen, dieses, welches wir hatten sei nur für eine Person, aber für zwei Fahrten. Mit einem Augenzwinker liess er es dann bei einer Ermahnung bewenden und wir waren froh. Heil aus diese Sache herausgekommen zu sein. Von der Bahnstation zum Hotel machten wir in der kleinen Stadt noch einen kleinen Kaffee-Halt und liessen den Porto-Trip noch etwas Revue passieren. Wir mussten sagen, dass haben wir perfekt gemacht und waren richtig zufrieden. Ich weiss, Eigenlob stinkt. Doch das mit dem Tickets herauslassen war recht «tricki». Nichts konnte man in einer vernünftigen Sprache lesen und machten eigentlich alles richtig, ausser das mit den zwei Tickets die wir hätten ziehen sollen. Das Abendessen genossen wir wiederum im Hotel. Morgen geht es weiter nach Lissabon. Wir werden wieder ausserhalb, etwa 14 Kilometer vom Zentrum an der Küste, sein. Wir gehen genau gleich vor und fahren mit der Metro oder einem Bus bis nach Town-Town.

Datum: 14. September 2019 Ort: Vila do conda Kilometer: 0   Land: Portugal

Heute war Haare schneiden nach dem reichhaltigen Frühstück angesagt. Wir haben gestern Abend schon einen Barber gesehen und den steuerten wir direkt an. Rumps, geschlossen. Es stand etwas handschriftlich an der Eingangstüre, was wir natürlich als Portos-Banausen nicht entziffern konnten. Es würde sich ja sowieso nichts ändern. Also weiter Richtung Innenstadt. Nach etwa 200 Meter schon der Nächste, bzw. die Nächste. Ich habe von aussen nicht gesehen ob das Herren oder Damen sind. Als wir drinnen waren, standen wir in einem Damen-Coiffeur. Nun, mit der Maschine kann auch die mir den 4 Milimeterschnitt verpassen. Sie bat mich nach kurzer Wartezeit auf den Stuhl und legte sofort los. Innerhalb von fünf Minuten war der Spass vorbei und ich konnte mich wieder sehen lassen. Nach einer kleinen Kaffeepause in einem netten Restaurant liefen wir wieder zurück ins Hotel. Nach kurzer Umziehphase machten wir uns wieder an den wunderschönen Strand von Vila do conda. Das sind halt noch Strände! Keine Bratwurststrände wie in Italien, wo alle warten bis der Bademeister ruft, man müsse sich jetzt drehen. Hier ist man noch selber für seinen Sonnenbrand verantwortlich und das ist auch gut so! War nur Spass aber viel Wahrheit liegt halt doch darin. Hier wird am Strand Fussball, Volleyball oder was auch immer gespielt. Hier hat es dafür auch noch Platz und nichts ist an irgendwer vermietet. Einfach nur schön. Wir haben unsere zwei kleinen Tüchlein ausgebreitet und haben ein herrliches Sonnenbad genossen. Ab und zu hielten wir den Fuss ins knackige Meer. Die Surfer kommen hier natürlich alle auf Ihre Kosten und geniessen die heranrollenden Wellen, welche recht imposante Höhe annehmen. Am späteren Nachmittag machten wir uns wieder zurück ins Hotel. Nach einer kurzen Siesta und einer Dusche war endlich Abendessen angesagt, denn wir hatten den ganzen Tag nichts gegessen gehabt. Nach dem guten Nachtessen ging es zeitig wieder in die Heja, denn Morgen steht Porto auf dem Programm.

Datum: 13. September 2019 Ort: Vila do conda Kilometer: 0   Land: Portugal

Heute ging es erst mal nach dem Frühstück los um den von Melanie über Google gefundenen Wäschesalon in diesem Ort zu finden. Die schmutzigen Kleider steckten wir in eine Tasche und mit Mapsme ging es los Richtung Innenstadt. Zielsicher wie ein Schweizer Uhrwerk führte es uns die 1,4 Kilometer direkt vor den Laden. Das sieht ja recht modern aus, wahr unser erster Eindruck, der sich dann auch wirklich bestätigte. Von einem netten Fräulein wurden wir begrüsst und gefragt ob sie uns helfen könne, was wir gerne annahmen. Sie zeigt uns die Maschine wo wir unsere Wäsche hinein gaben. Dann ging es weiter zum Bezahl-Panel an der Wand. Dort drückte sie einige Knöpfe und wir mussten 3.70 Euro einwerfen und schon ging das Waschprogramm los. Das Fräulein sagte, dass die Wäsche jetzt eine Stunde hätte. Wir verliessen den Wäschesalon wieder und spazierten zum heutigen Markt, welcher jeweils am Freitag stattfinden solle. Nach einigem Suchen fanden wir dann den Platz wo die ganzen Stände der Marktveranstalter standen. Erst kam das Gemüse und Blumen, dann die Schuhe und zu Schluss dann die Kleider. Zwischendurch hatte noch einige Haushaltswarenstände. Es war recht interessant doch kaufen mochten wir nichts. Was auch, wir haben ja eigentlich das was wir brauchen. Die Wartestunde verlief im nu und so mussten wir uns wieder zum Wäschesalon aufmachen. Dort war die Wäsche bereits fertig. Wir versorgten die Wäsche in den bereitgestellten Wäschekorb und zügelten diesen zum Tumbler. Dort wieder die gleiche Geschichte. Das Fräulein zeigte uns auf dem Bezahl-Panel was wir bezahlen müssen und schon ging der Tumbler los. Die 15 Minuten warteten wir im Waschsalon. Während der Warterei hatte ich noch herausgefunden, dass es hier ein freies Internet gibt. Das Passwort stand gross angeschrieben. Mit einigen Klicks auf dem Smartphone verkürzten wir unsere Wartezeit. Im nu waren die 15 Minuten um und wir konnten die trockne Wäsche entnehmen. Melanie legte alles sorgfältig zusammen und verstaute die Wäsche im mitgebrachten Sack. Mit der frischen Wäsche ging es wieder zurück ins Hotel. Mittlerweile war es recht warm geworden und Melanie kam recht ins Schwitzen. Im Hotel zogen wir uns Strandmässig um und machten uns auf den Abmarsch an den Strand. Auch hier half uns Mapsme. Zielsicher kamen wir an den gewünschten Strand nach rund einer Viertelstunde an. Gestern hatten wir diesen nur von weitem gesehen, denn wir waren auf der anderen Seite des einfliessenden Flusses. Nach einer kleinen Erfrischung im Strandkaffee legten wir uns in den Sand. Es ist einfach wunderbar hier. Nicht zu heiss und nicht zu kalt. Es hat recht viele junge Leute hier, doch die wenigsten schwimmen im Wasser. Zum einen ist es knackig kalt und zum Andern sind die Wellen recht hoch. Die Jungs verbringen die Zeit mit Volleyball, Fussball oder sonst einem Spiel und die Anderen legen sich einfach in den Sand. Ich habe noch einen kleinen Wasserversuch gemacht. Bis auf halber Schienbeinhöhe stand ich ins Wasser, mehr nicht, denn es ist wirklich saukalt. Nach einigen Stunden ging es wieder zurück ins Hotel. Am Abend sind wir dann wieder in die Stadt hinein spaziert um etwas zu Abend zu essen. In einem netten kleinen Lokal fanden wir etwas passendes. Dazu eine ganze Flasche Rotwein der uns sehr schmeckte. Nachher hiess es wieder Rückmarsch ins Hotel. Bettruhe war angesagt.

Datum: 12. September 2019 Ort: Vila do conda Kilometer: 225   Land: Portugal

So, nun sind wir in Portugal. Heute sind wir auch erst so gegen 10 Uhr abgefahren. Wir hatten ja auch nichts zu pressieren und das Wetter war einfach wunderbar. Es waren nur etwa 120 Kilometer bis zur Grenze von Portugal. Diese fuhren wir auf der Autobahn. Nach der Grenze direkt an die Küste und auf der Küstenstrasse alles Richtung Süden. Irgendwann in einem kleinen Küstenstädtchen sahen wir ein nettes Restaurant wo wir auch WIFI bekommen haben. Dort buchten wir ein schönes Hotel in Vila do Conda für die nächsten 4 Tage. Die Küste Portugals hat uns völlig in den Bann gezogen. Ein Sandstrand nach dem Anderen und einer schöner als der Andere. Der Sand ist nicht mehr gleich fein wie der von der Nordküste aber immer noch wunderbar. Das Wasser ist knackig kalt und ich würde niemals mehr als meine Füsse ins kalte Nass hineinstrecken. Vila do Conda ist etwa 24 Kilometer vor Porto gelegen und verfügt über einen Metroanschluss nach Porto. Diese werden wir dann auch entsprechend nutzen um unseren Ausflug mit Stadtbesichtigung zu machen. Morgen ist noch allgemeiner Waschtag angesagt. Wir suchen in dieser kleinen Stadt eine Lavanderia und lassen unsere dreckige Wäsche waschen. Nach unserer Hotelankunft zogen wir uns nur schnell um und machten uns auf in die Altstadt und an den Strand. Wir sind etwa 7 Kilometer gelaufen. Strände und nochmals Strände. Irgendwo am Strand haben wir dann einen kleinen Boxenstopp gemacht und füllten unsere Batterien wieder auf. Gegen 19 Uhr kamen wir dann wieder etwas Müde zurück ins Hotel. Erst jetzt merkten wir, dass hier Zeitverschiebung ist. Unsere Uhren hatten bereits 20 Uhr und hier war es erst 19 Uhr. Also mussten wir unsere Uhren dementsprechend zurückstellen. Am Abend assen wir im Hotel. Naja, es war gut aber…! Morgen gehen wir sicher ins Städtchen hinein. Wir haben dort einige schöne Restaurants gesehen. Eines davon wollen wir dann ausprobieren. Mehr darüber dann im nächsten Bericht.

Datum: 11. September 2019 Ort: Santiago Compostela Kilometer: 268   Land: Spanien
  
Es ist dann Santiago de Compostela geworden. Aber nun erst mal der Reihe nach. Nach dem Frühstück sind wir erst so gegen 9.30 Uhr gestartet. Zuerst noch etwa 30 Kilometer auf der Autobahn Richtung Westen und dann sind wir abgebogen direkt an die Küste. Die Küste haben wir dann den ganzen Tag mehr oder weniger nicht mehr verlassen. Erst ging es noch ein bisschen Westwärts und dann drehte es nach Süden. Eine Bucht nach der Anderen und eine schöner als die Andere. Wir hielten gar nicht mehr immer an, um diese faszinierenden Buchten und Lagunen auf Zelluloid zu bannen. Als wir auf der Höhe von Santiago de Compostela waren suchten wir in einem kleinen Kaffee ein WIFI, damit wir dort etwas ausserhalb ein Zimmer buchen konnten. Schnell war eines gefunden und genauso schnell erreichten wir auch das ausgesuchte Hotel in Santiago de Compostela. Auf der Zufahrt schon und auch schon auf unserer ganzen Reise haben wir «Stramplis und Watschlige» gesehen und wir vermuteten dass dies alles «Jakobsweg-Jünger» sind. Schnell waren wir umgezogen und verliessen unser Hotel zu Fuss mit einem Stadtplan in der Hand unser Hotel. Nach einem etwa 30 Minütigen Marsch standen wir dann vor der Kathedrale von Santiago de Compostela. Was heisst wir! Noch viele, viele und nochmals viele mehr als wir. Und sehr viele davon, die wahrscheinlich den Jakobsweg auf irgend eine Weise hier beendet haben. Die einen sassen auf dem gepflasterten Steinboden, die Anderen lehnten sich an Ihre Velos, welche sicher einige hundert Kilometer Ihr ständiger Begleiter war. Andere standen einfach da und hielten sich an Ihren selbstgeschnitzten Gehstock und schauten auf den Haupteingang zur Kathedrale. Ganzen Gruppen machten Gemeinschaftsfotos. Es war recht amüsant zuzuschauen. Anschliessend besichtigten wir noch ein bisschen die Altstadt wo wir auch dann das Abendessen einnahmen. Nach dem Rückmarsch in unser Hotel verzogen wir uns augenblicklich in unsere Gemächer und genossen unseren wohlverdienten Schlaf. Morgen geht es weiter Richtung Süden. Das Wetter ist einfach Traumhaft und für die nächsten Tage hat er gleiches im Sinn. Wir freuen uns. Mehr dann Morgen…..

Datum: 10. September 2019 Ort: A Coruna Kilometer: 29   Land: Spanien
  
Nach dem Frühstück informierten wir uns nochmals an der Reception, wie wir nach A Coruna hineinfahren sollen. Dies war dann recht easy. Wir fuhren an den westlichsten Punkt an die Promenade und konnten von dort einen sagenhaften Blick auf die Stadt A Coruno geniessen. Der Strand und die Wellen waren wirklich schön. Das Wetter und die Temperaturen könnten nicht besser sein. Anschliessend fuhren wir zum Herkules-Leuchtturm. In der Nähe des Leuchtturms parkierten wir unser Bike in der Altstadt und erkundeten dort die Gässchen und die schöne Strandpromenade. Diese ist wirklich eine Wucht und die 14 Kilometer kommen mir überhaupt nicht übertrieben vor. Nach einigen Stunden schwangen wir uns wieder in den Sattel und fuhren zurück ins Hotel. War wirklich sehenswert diese Stadt A Coruna. Am Abend assen wir wiederum im angegliederten Restaurant des Hotels IBIS. Naja, wir hatten schon besser gegessen. Morgen geht es weiter. Bis wohin wissen wir noch nicht aber Santiago Compostela steht auf dem Programm.

Datum: 9. September 2019 Ort: A Coruna Kilometer: 466   Land: Spanien

Nach einem eher spärlichen Frühstück fuhren wir los Richtung A Coruna. Wir machten ab, dass wir wiederum die ersten 2 – 300 Kilometer auf der Bahn machen und dann alles auf Nebenstrassen um den Nord-Westlichen Zipfel von Spanien herum fahren. Übrigens das Hotel von gestern war nicht allzu gut. Von den 4 Sternen hätte ich sofort 2 gestrichen. Wiederum super Strassen krönten unsere Bahnfahrt durch das Hügel-Gebiet von Nordspanien. Gerne wären wir noch in die Picos gefahren, doch das Wetter macht uns ein kleiner Strich durch die Rechnung. Morgen hat er heftiger Regen hier und für das brauchen wir mindestens zwei Tage. Es kann gut sein, dass wir von A Coruna wieder ein Stück Landeinwärts fahren um die Picos zu befahren. Geplant haben wir jetzt, dass wir zwei Tage in A Coruna bleiben werden und das «Unwetter» vorbei gehen lassen. Wie wir dann weiterfahren planen wir erst am 11. September, kurz vor der Abfahrt. Bei Ribadeo sind wir dann von der Autobahn auf die Nebenstrassen an der Küste entlang. Wunderschönste Strassen und Gegenden. Schroffe Klippen wechselten sich ab mit seichten Lagunen und schönen Sandstrände. Das war wirklich eine einmalige Fahrt, die wir jedem empfehlen können. Ab und zu machten wir eine kleine Pause und genossen die schönen Aussichten. In Ferrol schauten wir, dass wir in einem Kaffee WIFI bekommen um uns für die nächsten zwei Tage einzuquartieren. In A Coruna, welches noch 50 Kilometer entfernt ist, wurden wir fündig in einem IBIS Hotel. Dieses steuerten wir dann zielsicher an und versorgten unser Bike in der Tiefgarage. Kaum waren wir im Zimmer, regnete es schon. Was, Regen hier? Wir konnten es kaum glauben, ein ziemlicher Sprühregen überzog A Coruna etwa eine gute Stunde lang. Natürlich konsultierten wir sofort unsere «Kästli» und schauten, ob die Wettervorhersage dies auch prognostizierte. Nada. Auch die können sich mal irren. Basta. Die Temperaturen gingen auch auf 17 Grad zurück, sodass wir unsere Jäckchen auch montieren mussten. Zu Abend assen wir im angrenzendem Restaurant, welches sehr gut schmeckte. Morgen ist Stadtbesichtigung angesagt. Es soll hier die längste Strandpromenade von Europa haben. Ganze 14 Kilometer. Naja, kontrollieren werden wir diese sicher nicht, aber einen Teil davon werden wir sicher ablaufen. Darüber dann im nächsten Bericht mehr.

Datum: 8. September 2019 Ort: Comillas Kilometer: 390   Land: Spanien

Heute sind wir etwas zeitiger aufgestanden. Das anschliessende Frühstück genossen wir aber dennoch. Im Zimmer packten wir unsere sieben Sachen zusammen und packten draussen unser Bike. Das Wetter war eher bewölkt mit einigen Sonnenstrahlen dazwischen. Die Temperaturen bewegten sich so im unteren 20iger Bereich. Wir haben beschlossen, dass wir jetzt Westwärts fahren. Das erste Stück mal auf der Autobahn und dann schauen wir. Die Autobahnen hier sind wirklich sagenhaft zum Töfffahren. Wunderschöne Kurven, welche man mit 120 – 130 Stundenkilometer ohne Probleme fahren kann. Ausserdem hat es erstaunlicher weise fast keinen Verkehr. Bei Santander sind wir dann von der Bahn hinunter und sind, zwar auf Hauptstrassen, ins Landesinnere an den Ebro-See gefahren. Es ging recht zackig in die Höhe bis auf gut 1000 Meter über Meer. Die Temperaturen wurden zudem immer knackiger und wir waren froh, dass wir unsere Daunenjacken unter unsere Sommeranzüge angezogen hatten. Vom See an fuhren wir, wegen den besseren Temperaturen wieder an die Küste uns suchten dort ein Hotel. In Comillas sind wir dann fündig geworden. Auch wieder ein kleiner Küstenort mit einem sehr schönen Sandstrand. Unser Hotel war auf einer kleinen Anhöhe, sodass wir am Abend für das Abendessen ins Dorf spazierten. Ein kleines schmuckes Städtchen mit einem schönen Dorfplatz wo sich sehr viele Touris tummelten. Wir hatten Glück dass wir in einem Kaffee noch einen Platz bekamen. Nach dem Apero gingen wir in eine kleine Spaghetteria und assen natürlich einen Teller Spaghetti Bolo. Anschliessend machten wir uns auf den Rückmarsch ins Hotel. Morgen geht es weiter Richtung Westen. Wir müssen uns ein wenig vor dem Regen, der in den kommenden Tagen hier sein wird, in acht nehmen. Freiwillig wollen wir ja nicht im Regen fahren. Es ist an der ganzen Nordseite von Spanien Regen angesagt ausser, ganz im Westen bei A Coruna.

Datum: 7. September 2019 Ort: San Sebastian Kilometer: 0   Land: Spanien

Killer die Langschläfer! Erst um 9.30 Uhr sind wir aufgestanden. Dann ab ans Frühstücksbuffet. Wiederum hervorragend. Es hatte sehr viele Leute. Wir mussten einige Minuten warten bis wir einen Tisch zugewiesen bekamen. Das Hotel ist voll ausgebucht. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf Richtung Strand und dann zur Talstation des Monte Igueldo. Das ist eine Standseilbahn aus den 1950 oder 60-iger Jahren. Erbaut wurde sie im 1912. Sie ist aber noch sehr gut im Schuss, da sie schon einige Male renoviert, bzw. ersetzt wurde. Als wir hoch kamen tat sich uns eine Aussicht auf die ganze Bucht von San Sebastian auf. Es ist ein richtiger Touri-Point. Wir mussten sicher 3 Bahnen anstehen bis wir dran kamen. Der Preis für ein Retour-Ticket von Euro 3.75 kann sich wirklich sehen lassen. Oben hat es ein Hotel und ein Restaurant. Ausserdem hat es noch einige Attraktionen für Erwachsene und Kinder wie Rutschbahnen, Schifflifahren, Achterbahn etc. Nach einem kleinen Umtrunk begaben wir uns wieder zur Abfahrt. Auch hier mussten wir anstehen und etwa 2 Bahnen abwarten. Als wir wieder auf Meereshöhe waren gingen wir wiederum an den Strand und machten dort eine ausgedehnte Siesta. Es war noch etwas wärmer als gestern. Natürlich haben wir unsere Tüechli heute nicht vergessen und konnten erstmals unsere Mini-Rucksäcke testen, wo wir die Tüechli verstaut hatten. Test mit Bravour bestanden. Nach dem ausgedehnten Sonnenbad spazierten wir wieder zurück ins Hotel. Wir werden heute Abend in die Altstadt marschieren und unser Glück in einem Restaurant versuchen. Wir sind überzeugt, dass wir auch heute gut verpflegt werden. Darüber dann mehr im nächsten Bericht. Ausserdem sind wir froh dass es Morgen wieder weitergeht. San Sebastian haben wir gesehen und würden jederzeit gerne wieder zurückkommen. Es ist wirklich ein hübscher und unterhaltsamer Ort. Wo wir morgen hinfahren beschliessen wir erst heute Abend.

Datum: 6. September 2019 Ort: San Sebastian Kilometer: 0   Land: Spanien

Wir sind erst gegen 8.30 Uhr aufgestanden. Melanie klagte über Sodbrennen in der Nacht. Sie gab dem Wein Schuld, den wir gestern Abend getrunken haben. Wir haben eine ganz Flasche Rioja gehabt, der uns hervorragend schmeckte und der uns auch die nötige Bettschwere brachte. Ich habe überhaupt nichts von Sodbrennen verspürt aber eben, nicht alle Menschen sind gleich. Wir gingen dann zum Frühstück und staunten nicht schlecht über das reichhaltige Frühstücksbuffet. Es gab wirklich von allem und das Brot ist fast wie zu hause. Das Wetter zeigte sich wiederum von seiner schönsten Seite. Wir machten uns zu Fuss auf ins Städtchen hinunter zu laufen und gingen dieses Mal anstatt links in die Stadt hinein, rechts wo die Wellen so schön vom Atlantik an die Kai-Mauer prallten. Es hat sehr viele Touris hier, was uns eigentlich nicht störte. Als wir am äussersten Zipfel der Bucht ankamen, machten wir einige schöne Fotos und spazierten dann gemächlich wieder Richtung Strand. Dort genehmigten wir uns einen Kaffee an der Strandbar und beschlossen, ein wenig am Strand zu gehen. Nach einer Weile legten wir uns in den Sand und wir bereuten bereits jetzt schon, dass wir unsere Tüchlein vergessen haben. Nicht desto trotz legten wir uns in den Sand und machten mit dem Sand ein kleines Hügelchen um unseren Kopf auf diesen zu legen. Unsere T-Shirts gaben eine wunderbare Unterlage auf der Kissen-Improvisation. Die Temperaturen und der Wind war sehr angenehm sodass wir einige Stunden so im Sand verbrachten. Keine Fliege und keine Mücke störte unsere ausgedehnte Siesta. Es war einfach herrlich. Wir haben natürlich mitbekommen, dass es bei uns zu hause regnete und auf den Berggipfel der erste Schnee gefallen ist und das nicht zu knapp. Da sind wir natürlich froh, in San Sebastian zu sein. Am späteren Nachmittag watschelten wir dann wieder ins Hotel zurück. Melanie beklagte sich über ihren ersten Sonnenbrand. Cremelen ist jetzt angesagt. Gegen 19 Uhr spazierten wir wieder ins Dorf um etwas essen zu können. Nach einer guten Stunde gaben wir auf, denn in dem Quartier fanden wir einfach kein vernünftiges und entschlossen uns, wieder im Hotel zu essen. Heute gabs nur je ein Glas Wein. Das Essen schmeckte uns wie am Vorabend ausgezeichnet. Nach dem Essen zogen wir uns wieder in unsere Gemächer zurück und genossen unseren Schlaf. Morgen gehen wir mit der Standseil- oder Zahnradbahn auf den Hügel Monte Igueldo von San Sebastian hoch und möchten dort die Aussicht geniessen. Mal schauen wie’s wird. Darüber dann im nächsten Bericht.

Datum: 5. September 2019 Ort: San Sebastian Kilometer: 214 Land: Spanien

Wir haben gestern schon beschlossen, dass wir mindestens bei unserem nächsten Halt drei Nächte verbringen werden. Im nu hatten wir Biarritz an der Grenze erreicht und machten auf einer sehr schönen Autobahn-Raststätte einen Halt. Es war erst etwa 12 Uhr und mochten noch nicht stoppen. Wir nahmen die Landkarte von Spanien zu Hand und entschlossen uns nach San Sebastian zu fahren. Weil wir in der Raststätte auch WIFI hatten reservierten wir gleich auch ein Hotel in San Sebastian. Nach gut 50 Kilometer fuhren wir in den malerisch gelegenen Ort ein. Ohne grosse Probleme fanden wir auch unser vorreserviertes Hotel. Wir zogen uns kurz um und spazierten von dem auf einer Anhöhe gelegen Hotel in Richtung Strand. Der Ort ist eingebettet in einer sehr schönen Sandbucht. Wir liefen etwa drei Kilometer ab und landeten dann mitten in dieser schönen Stadt. Nachdem wir für Melanie ein Ladegerät und das dazugehörige Kabel gekauft hatten, sie hat das ihrige heute Morgen im anderen Hotel vergessen, machten wir uns wieder auf den Heimweg ins Hotel. Essen werden wir heute im Hoteleigenen Restaurant. Der Hunger macht sich langsam bereit, denn wir hatten heute nur je ein Gipfeli und ein kleines Sandwich unterwegs. Morgen machen wir wieder ein kleine Erkundungs-Tour und freuen uns auf einen bikefreien Tag.

Datum: 4. September 2019    Ort: Arcachon    Kilometer: 616  Land: Frankreich

Nach dem Frühstück sind wir um 9 Uhr losgefahren. Wir wussten, dass wir heute einen recht happigen Ritt hatten. Das der aber so easy abläuft hätten wir beim besten Willen uns nicht vorstellen können. Natürlich hatten wir geplant, so schnell wie möglich an die Nordküste von Frankreich zu gelangen, doch dass dies so glatt abläuft hätten wir uns nicht gedacht. Wir gingen auf die Autobahn und gaben im Tempomat etwa 140 Stundenkilometer ein und fuhren die Strecke bei wunderschönem Wetter und angenehmen Sommer-Jacken-Temperaturen problemlos ab. Wir staunten nicht schlecht über den wenigen Verkehr. Die Autobahn konnte man gut vergleichen mit der von gestern zwischen Genf und Lyon. Wunderschöne Kurven, welche man b ei normalem Tempo fahren konnte. Erst kurz vor Bordeaux gabs ein bisschen mehr Verkehr aber bei kein Stau. Als wir in Arcachon entspannt ankamen fanden wir unser vorreserviertes Hotel auf Anhieb. Wir zogen uns kurz um und schwangen uns abermals auf unser Bike und fuhren in die City von Arcachon. Dort schlenderten wir durch die malerischen Gässchen und bestaunten den Atlantik. Anschliessend fuhren wir zur höchsten Wanderdüne von Europa. Wir verzichteten gerne auf die Besteigung, denn das hiesse drei Schritte rauf und zwei runter. Uns erschien dieses Naturphänomen auch von unter recht imposant. Auf dem Hauptplatz von Arcachon fanden wir ein nettes Restaurant, wo wir unser wohlverdientes Nachtessen einnahmen. Es dunkelte bereits, als wir uns wieder auf den nach Hause-Weg machten. An der Hotelbar nahmen wir noch einen Schlummertrunk und ab ging es in die Haja. Morgen geht es weiter an der Küste entlang Richtung Biarritz, der Grenzstadt zu Spanien.

Datum: 3. September 2019        Ort: Lyon  Kilometer: 519  Land: Frankreich

Wir sind am Dienstagmorgen bei schönstem Wetter so um 9.30 Uhr abgefahren. Wir hatten noch unsere Daunenjacken unter die Sommer-Motorradanzüge angezogen, denn die Temperaturen bewegten sich um die 14 Grad. Über Genf haben wir dann die Grenze nach Frankreich überquert. Die befürchteten Staus im Raum Zürich haben sich bei weitem nicht bewahrheitet. Wir konnten zügig in Richtung Westschweiz durchfahren. Wir sind schon lange nicht mehr am Genfersee entlang gefahren und genossen darum die Aussicht. Nach der Grenze nahmen wir wiederum die Autobahn Richtung Lyon. Das war wirklich eine sagenhafte Fahrt. Fast kein Verkehr bis kurz vor Lyon und die Autobahn führte durch eine abwechslungsreiche Hügellandschaft. Die Strasse schlängelte sich meist um diese Hügel herum, was natürlich wunderbare Kurven beinhaltete. Ich vergleiche die Autobahn etwa mit der von La Spezia nach Parma in Italien welche ebenfalls wunderschön zu befahren ist. In Lyon haben wir dann unser Hotel bezogen, welches wir über Booking reserviert hatten. Gegessen haben wir ebenfalls im selbigen Hotel. Bald schon zogen wir uns in unsere Gemächer zurück und genossen unseren wohlverdienten Schlaf. Morgen geht es weiter bis nach Arcachon im Bordeaux-Gebiet.

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